Textile Art Berlin 2012

Die 8. internationale Textilkunst-Messe Textile Art Berlin findet am 9. und 10. Juni wieder in Berlin/Kreuzberg statt und bietet dem Besucher in diesem Jahr 70 Verkaufs- und Infostände, 20 Ausstellungen, 21 Künstlerworkshops, Mitmachaktionen sowie fachinformative Vorträge und Modenschauen.

Ort: Carl-von-Ossietzky-Schule in der Blücherstr. 46/47 in 10961 Berlin/Kreuzberg

Zeiten: Samstag 9. Juni von 10-18 Uhr und Sonntag 10. Juni von 10-17 Uhr

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Hamburg: Recycling-Designerin Katell Gélébart

Noch bis zu dem 6. Mai 2012 finden zeitgleich im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zwei Ausstellungen statt, die unterschiedliche Perspektiven auf die Mode beleuchten.

Inspirations, eine Hommage an den großen Modeschöpfer Alexander McQueen und die Ausstellung „Was da ist“ Objekte und Kleidung aus Verpackungsmaterialien der Recycling-Designerin Katell Gélébart.

Dieses Video gibt einen Einblick in das Recyling-Design.

„FASHION TALKS“

Die Ausstellung FASHION TALKS, die bis Ende Februar im Museum für Kommunikation in Berlin zu sehen war, wandert nun weiter nach Frankfurt am Main.

Im dortigen Museum für Kommunikation wird sie am 21. März um 19:00 Uhr von neuem eröffnet. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Danach soll diese schöne Ausstellung auch noch im Museum für Kommunikation in Nürnberg gezeigt werden.

So lohnenswert ein Besuch bei FASHION TALKS ist, so empfehlenswert ist die begleitende Publikation, die von der Museumsstiftung Post und Telekommunikation im Eigenverlag herausgebracht wurde:

 

Fashion Talks

 

Der von Lieselotte Kugler und Gregor Isenbort herausgegebene Band gliedert sich in fünf Teile:

  • Uniformität
  • Jugendszenen
  • Strategien
  • Themenwelten: Denim Tartan Camouflage
  • Das Neue

Unter diesen Überschriften sind 22 Aufsätze von Autorinnen und Autoren verschiedener Provenienz versammelt, die sich in vielfältiger Weise mit der Frage beschäftigen, wie Mode als Kommunikationsform funktioniert und vermarktet wird.

Herausgekommen ist dabei ein überaus anregendes Buch, das auch Kostümbildner/-innen, die sich in Stylecodes auskennen, nicht enttäuscht.

Allerdings ist diese 266 Seiten starke Publikation  – obwohl sie eine ISBN-Nummer besitzt (978-3-9813202-2-0) – offenbar nicht über den Buchhandel, sondern nur in den Museumsshops zu erhalten. Dort kostet sie € 19,99.

Berlin: netzwerk mode textil

netzwerk mode textil ist eine Interessenvertretung der kulturwissenschaftlichen Textil-, Kleider- und Modeforschung e. V.

„Intelligente Verbindungen“ – unter diesem Motto trat netzwerk mode textil e. V. bei seiner Auftaktveranstaltung im März 2009 zusammen. Der Titel ist bis heute Programm. Es geht um die berufliche Vernetzung aller, die sich für die Kulturgeschichte und Kulturwissenschaft von Textilien, Bekleidung und Mode interessieren.

Die klar strukturierte und stets aktuelle Internetseite bietet eine Fülle von Informationen von hohem Nutzwert: Hier finden sich Hinweise auf die neusten Publikationen, aktuelle Ausstellungen und Fachtagungen. Es gibt fachlich fundierte Buchrezensionen, Ausstellungsbesprechungen und eine gut sortierte Linksammlung. Mitglieder haben zudem Zugang zu Verzeichnissen von Museen, Sammlungen, Ausbildungsstätten, Modefilmen und Stiftungen sowie zu Literaturverzeichnissen zur Kulturgeschichte der Bekleidung und Mode.

Das Netzwerk fördert auch den persönlichen Austausch unter den Mitgliedern. Einmal im Monat laden die Berliner Netzwerker/-innen zum Jour fixe ein. In dieser Runde lassen sich wertvolle Kontakte knüpfen und neue Projekte diskutieren. Auch im Rheinland, in Hamburg und Zürich treffen sich regelmäßig Mitglieder, stellen ihre Arbeit vor und planen gemeinsame Aktionen, Ausstellungsbesuche oder Exkursionen. Die jährliche Mitgliederversammlung findet an wechselnden Orten statt und wird begleitet von einem anspruchsvollen, abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Eine Vereinszeitschrift ist in Planung.

Inzwischen zählt netzwerk mode textil e. V. zahlreiche WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen zu seinen Mitgliedern. Hierzu gehören Kunst- und Modegeschichte, Modetheorie, Kulturwissenschaft, Kulturanthropologie, Ethnologie, Soziologie u.v.m.. KuratorInnen, TextilrestauratorInnen, KostümgestalterInnen sowie Textil- und ModedesignerInnen schlossen sich ebenso an wie KünstlerInnen, TextilwissenschaftlerInnen, ModejournalistInnen und viele Lehrende, Studierende, DoktorantInnen und Auszubildende.

Hier mehr Informationen über die Interessenvertretung netzwerk mode textil.

Berlin: „Hoffnungsschimmer“ – Auszeichnung für faire Arbeitsbedingungen

Die Bundesvereinigung der Flmschaffenden-Verbände hat gestern in einem Festakt zum zweiten Mal die Auszeichnung Hoffnungsschimmer verliehen, mit der faire Arbeitsbedingungen bei Film- und Fernsehproduktionen gewürdigt werden.

Der Preis ging an den Film Barbara (Regie: Christian Petzold, Produktion: Florian Koerner von Gustorf und Michael Weber – Schramm Film), der am selben Abend im Rahmen der Berlinale seine Premiere feierte.

Entschieden wurde über die Auszeichnung in einem vom Netzwerk crew united durchgeführten Voting, bei dem Filmschaffende, die 2011 an Produktionen mitgearbeitet haben, ihre Arbeitsbedingungen bewerten konnten.

In ihrer Laudatio verdeutlichte Marion Kracht nochmals die mit dem Hoffnungsschimmer verbundenen Anliegen: angemessene Kalkulation von zeitlichem Aufwand und Entlohnung sowie eine durch Respekt und wechselseitige Wertschätzung geprägte Kommunikation.

In diesem Zusammenhang regte Marion Kracht an, eine dem Fairtrade-Siegel entsprechende Kennzeichnung einzuführen.

Angelika Krüger-Leißner, filmpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, griff diesen Vorschlag mit der Überlegung auf, dass er in die anstehende Novellierung des Filmfördergesetzes (FFG) einfließen könnte.

 

Auszeichnung für die Filmproduktion „Barbara“

Auszeichnung für die Filmproduktion „Barbara“

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Berlin: iSFF – Seminar für Kostüm- und Szenenbild (Film und Fernsehen)

Das Institut für Film- und Fernsehberufe Berlin (iSFF) bietet jedes Jahr ein von Anja Niehaus und Annette Ganders geleitetes zweimonatiges Seminar für Kostüm- und Szenenbild im Bereich Film und Fernsehen an.

In diesem Jahr waren die Inhalte der beiden Gewerke gezielt aufeinander abgestimmt, um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sich aus einer solchen Synergie hinsichtlich der filmischen Bildmittel ergeben.

Die Themenschwerpunkte für Filmkostüm waren: Produktionsstrukturen, Erschließung von Drehbüchern und Erstellung von Auszügen, Kalkulation und Verhandlungsführung, Abstimmung mit Regie und Kamera, Kommunikation unter den verschiedenen Gewerken.

Alle diese Module wurden praxisnah von erfahrenen Fachleuten unterrichtet.

Die gemeinsame gestalterische Aufgabe der Kostümbildner/-innen und Szenenbildner/-innen bestand aus Entwürfen für den historischen Film Die Verführerin – Adele Spitzeder (Regie: Xaver Schwarzenberger), der 2011 vom BR produziert wurde. Die unter der Leitung der Film-Kostümbildnerin Anne Jendritzko und der Szenenbildnerin Anette Kuhn erarbeiteten Ergebnisse wurden abschließend vor einem Fachpublikum präsentiert.

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Angeboten gab es eine Einführung ins Patinieren, die der Film-Kostümbildner Jürgen Knoll leitete.

Bremen: Vodou – Kunst und Kult aus Haiti

Wer sich für Götter, Geister und Rituale interessiert, hat nun die Möglichkeit im Übersee-Museum Bremen, über 350 Objekte der Sammlung Lehmann zu sehen, die zum letzten Mal in Europa präsentiert wird.

Geheimgesellschaft

Geheimgesellschaft

 

Vodou- Kunst und Kult aus Haiti vom 8. Oktober 201 bis 29. April 2012 in Bremen.

It’s a remake!

It’s a remake! Freies Videoprojekt im Wintersemester 2010/11 unter der Leitung von Gastprofessorin Barbara Loreck
Studiengang Kostümbild, Universität der Künste Berlin.

remake als aktuelle Arbeitsweise und häufig angewandte künstlerische Strategie stand am Ausgangspunkt für das Videoprojekt mit Studierenden im Hauptstudium. Diese Strategie umfasst Formen des reenactments, des tableau vivant und verschiedene Spielformen zwischen Original, fake und Kopie, die alle eine wichtige Rolle für Choreographie, Performance und Theater heute spielen, neben der langen Tradition des Remakes im Kino.
Zwischen drei Filmen konnten die Studierenden für ihre praktische Arbeit wählen:

Sedmikrásky (Tausendschönchen) von Vera Chytilová, Tschechoslowakei 1966
Cléo de 5 à 7 (Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7) von Agnes Varda, Frankreich/Italien 1962
Vertigo von Alfred Hitchock, USA 1958

Alle drei Filme verbindet ihre ähnliche Entstehungszeit, ein die klassische Erzählkonventionen sprengender Umgang mit dem Element „Farbe“ sowie eine bzw. zwei junge Frauen als zentrale Figuren des Films.
Meine Auswahl war vor allem von meinem Interesse an dem Transformationsprozess getragen, der entsteht, wenn Studierende heute auf die weibliche Hauptfigur etwa ihren Alters blicken aus einer historischen und ästhetischen Distanz von etwa 50 Jahren. Mit welchen gestalterischen und narrativen Mitteln werden sie den Film ihrer Wahl in die Gegenwart holen? Wie reorganisiert die studentische Arbeit die genderspezifisch gelenkten Blicke und Identifikationsmuster? Welche kinemathographischen/narrativen Facetten wird ihre Replik auf das Original aufgreifen? Welchen Stellenwert erhält die Farbe bei Kostüm und Ausstattung?

Entstanden sind drei Kurzfilme, eine Videoinstallation und eine Fotoarbeit.

Die Beteiligten am Projekt:
Studierende: Claudio Aguirre, Marianne Heide, Charlotte Pistorius, Anna Söder, Rebekka Stange, Lisa Schwarz
Einführung Videoschnitt: Clarissa Thieme, Experimentelle Mediengestaltung UdK

It's a remake – Seite2

Wolfsburg: Art & Fashion. Zwischen Haut und Kleid

Für all diejenigen, die Zeit für einen Sommerausflug haben, möchte ich die Ausstellung Art & Fashion. Zwischen Haut und Kleid empfehlen, die noch bis zum 7. August im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen ist.

Hier ein Bericht der Deutschen Welle:

 

 

Am spannendsten finde ich selbst Nick Cave, der mit Tanz-Kostüm-Skulpturen vertreten ist:

 

Eindrücke von der ShowTech 2011

In diesem Jahr hatte ich wieder die Möglichkeit, als Besucherin der ShowTech in Halle 4 zahlreiche Firmen anzutreffen, die all das herstellen oder vertreiben, was für Kostüm-Werkstätten und Kostümbildner/-innen von Interesse sein kann.

Mehr als 300 Aussteller aus den Bereichen Bühnen- und Veranstaltungstechnik, Event und Ausstattung zeigten Spitzentechnologien und neue Ideen.

Eine Fülle von Informationen, auf die hier natürlich nicht auch nur annähernd eingeangen werden kann …

Als Beispiel mag ein Besuch auf dem Stand des Bühnenausstatters Gerriets dienen:

Nachdem mich dort etwas in seinen Bann geschlagen hatte, was ich zunächst für einen Plasmabildschirm hielt, kam der Geschäftsführer der genannten Firma auf mich zu und erläuterte mir, dass es sich hier um eine einzigartige Low-Gain-Folie handle, die unter dem Namen OPTIBLACK vertrieben werde. Sie könne in unbeleuchtetem Zustand als dunkler Aushang oder als Hintergrund benutzt werden; ihr eigentlicher Verwendungszweck liege jedoch in Auf- und Rückprojektionen, wobei sie sich dadurch auszeichne, dass sie wegen äußerst geringer Reflexion von Störlicht auch in hellen Umgebungen eingesetzt werden könne.

Ich kann bestätigen, dass das Letztere in wirklich verblüffender Weise der Fall ist.

Es gab auch viele andere spannende Dinge zu sehen, weshalb ich es besonders nett fand, auf dem Stand von brainLight auf etwas Entspannendes zu stoßen: auf Shiatsu-Massagesessel, auf denen erholungsbedürftige Fachleute sich in andere Sphären entrücken lassen konnten.

Fachleute bei brainLight

Fachleute bei brainLight

Wäre es nicht begrüßenswert, wenn unsere Arbeitgeber solche Möbel für ihre fleißigen Mitarbeiter/-innen anschaffen würden.

Kurzes Resümee der Kostümschaffenden-Tagung während der ShowTech

Die Gesellschaft der Theaterkostümschaffenden (GTKos) unter der Leitung von Angelika Laubmeier (Luzerner Theater) und Werner Pick (Staatsoper Stuttgart) nutzten die dritte Tagung, um mit den anwesenden Mitgliedern einen eingetragenen Verein zu gründen, damit ein ebenbürtiger Verband wie die DTHG (Deutsche Theatertechnische Gesellschaft) entstehen kann.

Die Gründung wurde einstimmig beschlossen und zum nächsten Jahr können Kostümschaffende und Kostümbildner/-innen ordentliches Mitglied der GTKos mit einem Jahresbeitrag von 25 € werden. Für Auszubildende, Studierende, Praktikanten und Hospitanten ist die Mitgliedschaft unentgeltlich.

Diese Verbandsgründung ist nicht nur für die beschäftigen Kostümschaffenden der Theater interessant.

Da es bis jetzt keinen Verband für Kostümbildner/-innen gibt, wir somit einer Berufsgruppe angehören, in dem der Einzelne seine Interessen vertritt und vertreten muss, könnte durch eine Mitgliedschaft bei der GTKos auch die Belange und Interessen der meist freischaffenden Kostümbildner/-innen mit berücksichtigt werden.

Um diese Synergien herzustellen, trafen sich die Fachgruppensprecherin für Kostüm Nora Scheidl mit einer Gruppe von Kostümbildner/-innen, um berufsrelevante Themen zu besprechen.

• Wie sieht die jetzige Arbeitssituation von Kostümbildner/-innen am Theater/ bei Film und Fernsehen aus?

• Wie geht man mit dem allgegenwärtigen Finanzdruck um z.B. mit der Budgetsituationen, mit kürzeren Werkstattzeiten, mit Personalmangel der Werkstätten?

• Wie mit dem Zeitdruck?

• Wie stark wirkt sich der Finanzdruck auf die Honorare aus?

• Was gibt es für Erfahrungen, um sich gegen oben genannte Belastungen zu wappnen?

• Könnte die stärkere Vernetzung durch z.B. das Kostümforum helfen?

• Wenn ja, in welcher Form?

Komplexe Fragen, die während unserer Kostümbild-Tagung angesprochen wurden, werden nun in Form von Beiträgen unter
Foren und in der Gruppe Fachtagung der Kostümbildner auf der ShowTech 2011 beantwortet und weitergeführt. Außerdem wird für die Gruppe Kostümbildner/-innen – Arbeitsmarkt ein Honorarraster zusammengestellt, um einen Überblick zu erhalten, in welchen Rahmen sich die Gagen für Kostümbildner bewegen.

Um als Mitglied in diese Gruppen eingeladen zu werden, bedarf es der Bereitschaft konkret zu diesen Themen auch einen Beitrag zu leisten, um den Diskurs zu beleben und aus der Fülle der Informationen einen Überblick der Arbeitssituation für Kostümbildner/-innen zu erstellen.

Textilgestaltung und Modedesign: „Fixierte Lebendigkeit“

Hinter dem Titel Fixierte Lebendigkeit verbirgt sich eine außergewöhnliche Kollektion von Kleidungsstücken, die Julia Hartmann und Katharina Pfeiffer gemeinsam in einem freien Projekt entwickelt haben.

Ihre Inspirationsquelle war die Auseinandersetzung mit den Metamorphosen von Lebewesen – und ihr Ziel: den flüchtigen Augenblick von Entwicklungs- und Verfallsstadien festhalten.

Briefing: Das Konservieren und Präparieren von Lebewesen. Lebewesen, die tot sind und doch lebendig aussehen, den zweiten Tod scheinbar noch vor sich haben: das fixierte Leben, makaber einerseits, kunstvoll andererseits.

Umsetzung: Wir haben Arbeitsweisen der Tierpräparation und -konservierung in Textilien und Mode übersetzt: Fossilien, Taxidermie, Insektensammlungen, Konservierung in Formaldehyd und das Archivieren für wissenschaftliche Zwecke. Wichtig war auf der einen Seite, die Stimmung festzuhalten, die beim Betrachten solcher Sammlungen entsteht: spannungsvoll – die Auseinandersetzung mit den toten Lebewesen … Auf der anderen Seite das Kunstwerk „Präpariertes Lebewesen“, das sich scheinbar zwischen Leben und Tod befindet. Diese Ambivalenz spiegelt sich in experimentellen Outfits. Entstanden ist eine gestalterische Arbeit, die sich zwischen Kunst und Mode bewegt.

Stimmungen: Transparenz des Nichts. Lebensgeschichten geschichtet. Zäher Widerstand der Form gegen die Auflösung. Aufgenadelt. Hinter Glas. Fixierte Lebendigkeit. Abgeworfene Körperhülle. Etwas in Form gebracht. Inneres Gerüst. Erstarrt. Stufenweiser Tod.

Julia Hartmann studierte Textildesign an der Kunstakademie Stuttgart und schloß 2011 mit dem Diplom ab. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Katharina Pfeiffer studierte Modedesign an der HS Pforzheim und schloß 2011 mit dem Bachelor ab. Sie lebt und arbeitet in Pforzheim.

„Fixierte Lebendigkeit“ – Video (siehe hier).






Abschlussarbeiten

Das Kostümforum freut sich, mit dem Diplom-Projekt von Vivien Waneck eine erste künstlerische Abschlussarbeit vorstellen zu können.

Wir laden den Nachwuchs an Akademien und Hochschulen sehr herzlich dazu ein, uns ähnliche Arbeiten zur Veröffentlichung einzureichen …

Berlin: Temporäres Museum für Lou Andreas-Salomé

Zum 150. Geburtstag der Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé hat die Bühnen- und Kostümbildnerin Vivien Waneck in ihrer Berliner Wohnung für kurze Zeit ein Museum eigener Art eingerichtet.

Mit der hier vorgestellten Arbeit hat Vivien Waneck in diesem Frühjahr ihr Diplom in Kostümbild an der UdK Berlin erworben.

Begegnung mit Lou Andreas-Salomé

In meiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg lebte und wirkte von 1899 bis 1903 Lou Andreas-Salomé. Die Schriftstellerin und Psychoanalytikerin ist heute vor allem als Muse Nietzsches und als Geliebte Rilkes bekannt. Nun erinnert ein Museum mit einem original rekonstruierten Zimmer an sie: eine mit roten Diwandecken behängte Couch zeugt von der Nähe zu ihrem Lehrer Sigmund Freud, die vielen Wanderkarten und Stadtpläne über dem Schreibtisch weisen auf ihre zahlreichen Reisen hin. Fotografien, Korrespondenzen, Manuskripte und Bücher dokumentieren ihr reiches Lebenswerk.

In der Schreibtischschublade findet sich ein Briefwechsel zwischen Lou und mir: ein Indiz für die Unwahrheit des hier beschriebenen Museumsraums. Die Möglichkeit einer Rekonstruktion und einer Erkenntnis über die „wahre“ Identität eines Menschen wird in Frage gestellt. Der Briefwechsel ist eine Begegnung, genauso wie der Museumsraum – genauso wie jeder Versuch einer Biografie immer Begegnung ist, eine Begegnung der eigenen Person und Zeit mit der Vergangenheit und deren Menschen.

Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Vivien Waneck und Lou Andreas-Salomé:

Briefwechsel – Seite 2

Museumsfotos: