Das Kostümforum ist gut besucht …

Hervorgehoben

Inzwischen ist das Kostümforum seit 2010 mehr als 824.000 Mal aufgerufen worden.

Das Kostümforum ist nun unter https://www.kostuemforum.de zu erreichen. Dies ist eingerichtet worden, um Daten abhörsicher zu übertragen.

Dieser von Andrea Riedel gegründete und geleitete Blog bringt Informationen für Kostümbildner/-innen und andere Bühnenschaffende.

Darüber hinaus bietet das Kostümforum im Bereich Bühne und Film tätigen Menschen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

Wichtige Information für den Registrierungsvorgang 

Um sich an diesem Netzwerk zu beteiligen, ist es notwendig, ein Benutzerkonto zu erstellen indem Sie sich mit Ihrem Benutzername und ihrem Passwort registrieren. Bei der Eingabe des Benutzernamens bitte keinen Bindestrich, kein @ und keinen Punkt verwenden.

Nach Abschluss der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail vom Kostümforum mit einem Link. Diesen müssen Sie anklicken, dann erst ist Ihre Registrierung abgeschlossen. (Die Nachricht vom Kostümforum kann bei Ihnen auch in dem Spam-Ordner Ihres Mail-Programms gelandet sein). Als Administratorin erhalte eine Nachricht, dass Sie sich auf dem Kostümforum registriert haben und ich sende Ihnen eine Einladung als ersten Kontakt für das Forum. Um die Nachricht zu lesen und mir zu antworten, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzername und Ihrem Passwort nun anmelden. Somit kommen Sie auf Ihren persönlichen Account von dem Sie ausgehend aktiv werden können. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. 

arte.tv: Move! Der digitale Mensch

27 Minuten

Verfügbar vom 25. September 2021 bis 25. Oktober 2021

Sylvia Camarda bewegt sich durch die körperlose Welt der Digitalisierung.

Sie trifft in Berlin den Leiter der “Motion Bank” Scott deLahunta, der mit der Forsythe Company die Zukunft der Choreographie erforscht. Gemeinsam mit der Forsythe Company erforscht er den digitalen Tanz, indem er analoge Bewegungsabläufe aus dem Tanz sammelt und in digitale Bewegungen übersetzt. Wie sieht die Zukunft der Choreographie aus? Wo hören analoge Bewegungen auf, wo beginnen digitale?

Sylvia Camarda reist nach Italien in ein Hightech-Studio, um gemeinsam mit dem Hologrammproduzenten Giovanni Palma der beeindruckenden Technologie auf den Grund zu gehen.

Werden unsere Körper im Zeitalter der Globalisierung wirklich überflüssig? Kann ein digitales Gegenüber auch den analogen Tanz bereichern? Der Medienkünstler Christian „Mio“ Loclair untersucht die Choreographie der Zukunft. In seinem Projekt „Pathfinder“ verbindet er Tanz und technische Innovation und lädt Sylvia Camarda zu einem Duett zwischen Mensch und Maschine ein.

Hier geht es zu dem Beitrag Move!

arte.tv: Ist die Mode noch zu retten?

55 Minuten

Verfügbar vom 17. September 2021 bis 23. Oktober 2021

Diese Fragen stellt die fundierte, aber zugleich humorvolle Dokumentation.

Zu Wort kommen unter anderem die umweltbewusste junge Modeschöpferin Marine Serre, die 70er-Jahre-Design-Ikone agnès b., die “New York Times”-Journalistin Vanessa Friedman, die Extinction-Rebellion-Aktivistin Bel Jacobs, der Philosoph Benjamin Simmenauer und der Modekritiker Pierre-Alexandre M’Pelé, der sich für mehr Diversität in der Fashionwelt einsetzt.

Hier geht es zu der Dokumentation.

Symposium: #dialograumtheater Theater als soziale Räume des gesellschaftlichen Dialogs im Rahmen der Preisverleihung Theaterpreis des Bundes

THEATERPREIS DES BUNDES 2021

Elf Theater werden in diesem Jahr mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. Für eine herausragende künstlerische Programmarbeit erhalten sie jeweils 75.000 €. Die Preisverleihungsveranstaltung findet am 08. Juli von 19.00-20.30 Uhr hybrid in der Akademie der Künste, Berlin, und im Live-Stream statt. Der Stream-Link wird hier auf dieser Seite verfügbar sein.

Im Rahmen der Preisverleihungsveranstaltung THEATERPREIS DES BUNDES 2021 findet am 08. Juli von 10.00-18.00 das Symposium #dialograumtheater – Theater als soziale Räume des gesellschaftlichen Dialogs statt. Am Symposium kann aktiv über Zoom teilgenommen werden oder passiv über einen Youtube. Für die aktive Teilnahme melden Sie sich bitte hier über dieses Formular an.

Ausführliche Informationen zum Symposium finden sich hier.

16. TEXTILE ART BERLIN wird ONLINE stattfinden!

Die Textile Art Berlin ist die Messe für zeitgenössische Textilkunst und wird für drei Tage vom 19. bis 21. Juni 2021 im digitalen Format stattfinden.

Die aktualisierte Webseite www.textile-art-berlin.de gibt schon jetzt einen Überblick über die Vielfalt des Programmes, aber nur an den drei Tagen des Events sind die einzelne Programm-Punkte in vollem Umfang zugänglich.

Abgedeckt werden die Themen Batik, Cyanotypie, Färben, Fiber-Art, Filzen, Glaskunst, Häkeln, Ikat, Klöppeln, Knopfmacherei, Leder, Papierkunst, Patchwork und Quilting, Perlenarbeiten, Seidenmalerei, Shibori, Spinnen, Spitzen, Sticken, Stoffe und Stoffdruck, Stricken, Upcycling und Weben.

„Creative Connection – Meet the Makers“ ist immer noch das Motto, auch wenn das Treffen nun virtuell stattfinden muß. Auch in diesem Jahr können sie 27 Ausstellungen und 14 Workshops und Mitmachaktionen besuchen. Es finden Zoom-Konferenzen statt und es werden Videos gezeigt.

Das Publikum bekommt für diesen Online-Event einen Gratis-Zugang und das drei ganze Tage und Nächte lang.

Für die Künstler/-innen werden innerhalb der Internetpräsenz der Textile Art Berlin die persönliche Profil-Seite für diese Messe mit etlichen Fotos erweitert. Diese Seite enthält auch alle Kontaktdaten, einen kurzen Präsentationstext und die Links zur persönlichen Webseite, ev. Shop und Social Media des Teilnehmers. Über die Webseiten der Teilnehmer können Sie dann komfortabel einkaufen.

Zeit: Samstag den 19. Juni ab 9:00 Uhr bis Montag den 21. Juni bis 24:00 Uhr.

Online

Eintritt: Frei

Organisation: Nathalie Wolters, Atelier-Galerie in der Victoriastadt-Berlin

arte.tv: „Acqua Alta“ Digitale Performance von Adrien M & Claire B und „Pixel” von Mourad Merzouki

„Acqua Alta”, ein immersiver Parcours, bestehend aus einer Live-Show, einem Augmented-Reality-Buch und einem Virtual-Reality-Experiment. Mit Tanz und Computerbildanimationen kämpfen eine Frau und ein Mann gegen die steigenden Fluten an. Der Zuschauer wird in einen rauschenden Zauber hineingezogen und erfährt durch poetischen Mitteln den Klimanotstand.

Die digitale Poesie von Adrien M & Claire B kam bereits in dem gemeinsam mit Choreograf Mourad Merzouki konzipierten Stück „Pixel” zum Ausdruck, das Hip-Hop und virtuose Artistik miteinander kombinierte.

Seitdem hat das Duo, bestehend aus einem Jongleur und Informatiker sowie einer Grafikerin und bildenden Künstlerin seine poetische Ästhetik unablässig verfeinert.

Verfügbar vom 20. Januar 2021 bis 06. Januar 2022

Hier geht es zu der Performance „Acqua Alta” von Adrien M & Claire B.

In „Pixel” von dem Choreograf Mourad Merzouki bewegen sich die Körper der Tänzer durch einen sich ständig wandelnden digitalen Raum, bis Illusion und Realität miteinander verschmelzen.

In dem von ihm geleiteten Zentrum für Choreografie CNN Créteil & Val-de-Marne arbeitet Merzouki mit der Compagnie Adrien M & Claire B zusammen, die in virtuellen Installationen und dreidimensionalen Performances den Dialog zwischen Körper und digitaler Illusion auslotet.

Verfügbar vom 08. Oktober 2020 bis 07. Oktober 2021

Hier geht es zu der Performance „Pixel” aus dem Jahr 2014 von Mourad Merzouki.

Allianz der freien Künste: Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 26. April 2021

Unter der Allianz der Freien Künste vereinen sich 19 organisierte Bundesverbände. Diese Verbände vertreten die berufsrelevanten und kulturpolitischen Interessen ihrer künstlerisch freischaffenden Mitglieder.

Die Kunst- und Kulturschaffende tragen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seit mehr als einem Jahr solidarisch mit. Wie in keiner anderen Branche führen die Maßnahmen im Kulturbereich zu einem andauernden – 2020 nur kurzzeitig unterbrochenen – Verbot der Berufsausübung.

In dieser Pressemitteilung fordert die Allianz der Freien Künste eine klare Öffnungsperspektive für Kunst und Kultur, – z. B. durch eine Differenzierung zwischen Veranstaltungen im Innen und Außenbereich. Des weiteren müssen Maßnahmen und Nachbesserungen für weitere und bestehende Finanzhilfen getroffen werden.

  • Eine erhöhte Neustarthilfe für Soloselbständige mit einer Weiterführung in der zweiten Jahreshälfte.
  • Rechtsunsicherheiten bei den Wirtschaftshilfen effektiv entgegenwirken.
  • Keine weitere Verzögerung bei den Härtefallhilfen.
  • Ausfallfonds und Wirtschaftlichkeitsbonus sind überfällig.

Hier die ausführliche Pressemitteilung vom 26.04.2021 auch zum Download.

Download (PDF, 136KB)

 

 

Berlin Gropius Bau: Yayoi Kusama Retrospektive

23.April 2021 – 15.August 2021

Digitale Eröffnung der Retrospektive für Yayoi Kusama.

Hier das Eröffnungsprogramm mit einem Ausstellungsrundgang und Eröffnungsreden der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, der Direktorin des Gropius Bau, Stephanie Rosenthal, dem Intendanten der Berliner Festspiele, Thomas Oberender, und internationalen Gästen.

Berliner Festspiele: Theater Treffen 2021

Das Theatertreffen findet vom 13. Mai bis 24. Mai 2021 statt.

Die zehn nominierten Inszenierungen werden vom 13. bis 24. Mai 2021 als Livestream aus dem jeweils produzierenden Theater oder als Aufzeichnung, u. a. in Zusammenarbeit mit dem Medienpartner 3sat, präsentiert.

Weitere Programmpunkte sind der internationale Stückemarkt mit Streams aus England, Kanada und Berlin, ein digitaler Showcase sowie ein Schwerpunkt zum legendären New Yorker Living Theatre. Das Programm ist digital erlebbar.

Hier geht es auf die Berliner Festspiel Seite.

Der detaillierte Spielplan mit weiterführenden Informationen wird Ende April veröffentlicht und fortlaufend angepasst (siehe hier)

arte.tv: Der Herrenanzug – Uniform der Moderne

arte.tv

Die Zeit vor dem 20. Jahrhundert

Geschichte schreiben

Der Herrenanzug – Uniform der Moderne

18 Minuten Beitrag

Verfügbar vom 10. April bis 06. Juli 2021

Die Geschichte des Anzugs mit Krawatte beginnt im späten 19. Jahrhundert und geht mit der Geschichte der Industrialisierung einher. Der Herrenanzug wird zum Zeichen für den wirtschaftlichen sowie sozialen Erfolg. Der Historiker Manuel Charpy erläutert, wie der Herrenanzug zur Uniform der Moderne wird und ganz neue soziale Kategorien hervorbringt.

Hier geht es zum Beitrag ”Der Herrenanzug – Uniform der Moderne” auf arte.tv.

arte.tv: Designer Mode aus der Tonne

33 Minuten

Verfügbar vom 05. April 2021 bis 04. Juli 2021

Die Reportage ”Designer Mode aus der Tonne” handelt von Altkleider und ihr Weg um die Welt und gibt einen Einblick in den weltweiten Modezirkus.

Eine Million Tonnen Textilien landen jährlich in Deutschland in dem Altkleider-Container. Ein Großteil der Second Hand Kleidung landet dann in Togo und diese werden dort von dem französischen Designer Amah Ayivi sortiert und nach besonderen Einzelstücke durchsucht. Die ausgewählten Kleidungsstücke werden neu zusammengestellt und als Designer-Mode zurück nach Europa, nach Paris gesendet, um dort verkauft zu werden.

Eine Reise von Second Hand Kleidung, die den Irrsinn der Modeindustrie verdeutlicht.

Hier geht es zu der Reportage ”Designer Mode aus der Tonne” auf arte-tv.

arte.tv: Fast Fashion – Die dunkle Welt der Billigmode

92 Minuten

Verfügbar vom 02. März 2021 bis 06. Juni 2021

Die Reportage ”Fast Fashion” beleuchtet die gigantische Expansion der Modeindustrie.

”Fast Fashion” steht für erschwingliche Mode für alle und fordert ihren Preis wie etwa weltweit prekäre Beschäftigungsverhältnisse und einer besorgniserregenden Umweltbilanz.

56 Millionen Tonnen Kleidung werden von uns Konsumenten jährlich gekauft. Vier Millionen Tonnen Textilien wandern davon jährlich in die Mülltonnen. Ein Prozent der Altkleider werden recycelt.

Wer hält das Geschäftsmodell ”Fast Fashion” am Laufen?

Zu sehen auf arte.tv (siehe hier)

Allianz der Freien Künste: Pressemitteilung „KSK Versicherung in der Corona Zeit”

Pressemitteilung vom 10. März 2021

Unter der Allianz der Freien Künste vereinen sich 19 organisierte Bundesverbände. Diese Verbände vertreten die berufsrelevanten und kulturpolitischen Interessen ihrer künstlerisch freischaffenden Mitglieder.

Seit Beginn der Krise sind die Kunst- und Kulturschaffenden unmittelbar und existenziell von den Folgen der Pandemie betroffen. Für die Mehrzahl der Akteur*innen ist die Ausübung ihrer Berufe seit mittlerweile fast einem Jahr nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Somit sind viele Künstler*innen darauf angewiesen ihren Lebensunterhalt temporär mit nicht-künstlerischen Nebentätigkeiten zu erwirtschaften.

Für KSK-versicherte Künstler*innen, die mit nicht-künstlerischen selbstständigen Tätigkeiten über 450 Euro pro Monat dazuverdienen, ergeben sich folgende Probleme:

  • Wenn ihr Zuverdienst aus selbstständiger nicht-künstlerischer Nebentätigkeit die Zuverdienst- grenze von 450 Euro im Monat überschreitet, verlieren sie den im KSVG festgeschriebenen, zur Hälfte bezuschussten, Kranken- und Pflegeversicherungsschutz über die KSK – selbst dann, wenn der größere Teil des Einkommens mit selbstständiger künstlerischer Tätigkeit erzielt wird.
  • Die entsprechenden Beiträge müssen dann in voller Höhe von den Künstler*innen selbst getragen werden – und zwar für das gesamte Einkommen (aus künstlerischer und nicht-künstlerischer Arbeit) – auch wenn der Tätigkeits- bzw. Verdienstschwerpunkt bei der künstlerischen Tätigkeit liegt.
  • Über eine Aussetzung der Zuverdienstgrenze bei nicht-künstlerischen selbstständigen Nebentätigkeiten könnte der Gesetzgeber – im Sinne der im KSVG festgeschriebenen Schutzwürdigkeit der Künstler*innen – in der Krise besonders wirksame Unterstützung leisten.

Die Allianz der Freien Künste fordert den Gesetzgeber auf – für die Dauer der Pandemie und eine Übergangsphase bis mindestens Ende 2022 – die Zuverdienstgrenzen für nicht- künstlerischen selbstständigen Nebenverdienst auszusetzen oder deutlich anzuheben.

Die Allianz der Freien Künste fordert, dass die Zuverdienstgrenze in jedem Fall auf das gesamte Jahr gerechnet werden kann. Dadurch hätten die Versicherten die Möglichkeit, die bestehenden Zuverdienstmöglichkeiten – generell und besonders während der Krise voll auszuschöpfen.

Die Allianz der Freien Künste fordert den Gesetzgeber auf, durch entsprechende Nachbesserungen beim Zugang zur Grundrente schnellstmöglich die Spätfolgen der Corona-Pandemie für die soziale Absicherung der Künstler*innen im Alter abzufedern.

Zur Stabilisierung der KSK-Systems muss auch in 2021 ein Entlastungs-Zuschuss des Bundes gewährt werden, um Corona-bedingte Engpässe auf der Einnahmeseite der KSK auszugleichen und den Abgabesatz für die Verwerter*innen stabil zu halten.

Hier die ausführliche Pressemitteilung auch zum Download.

Download (PDF, 178KB)

Günter Unterburger: Der Hut ist kein Kleidungsstück!

„Der Hut ist kein Kleidungsstück!“

Mit dieser Aussage präsentiert Günter Unterburger, Bildhauer und Künstler seine Hüte. Er untermauerte seine These mit einem Rückblick auf die Kulturgeschichte des Hutes.

Für ihn ist der Ursprung des Hutes bei den Naturvölkern zu finden, die Trophäen – insbesondere im Sinn einer Auszeichnung für eine geglückte Jagd – als Kopfschmuck trugen. Der Jäger präsentierte die Trophäe der von ihm erlegten Beute und führte durch diesen Ausweis seiner Geschicklichkeit vor Augen, welcher Status ihm innerhalb seiner Gemeinschaft gebührte. In vergleichbarer Form finden wir heute noch Trophäen wie z. B. den Gamsbart oder die Fasanenfeder als Anstecker an Hüten.

In religiösen Zusammenhängen kommt weniger körperliche Geschicklichkeit zum Tragen, als vielmehr eine geistige Haltung oder ein geistlicher Rang. Für das Erstere kann beispielsweise der Schtreimel der orthodoxen Juden erwähnt werden, für das Letztere unter anderem die Mitra, die der Papst bei repräsentativen Auftritten trägt.

Im Militärischen dient die Kopfbedeckung einer Uniformierung und lässt Hierarchien ablesen. Ähnliches gilt für das Personal von Luft- und Schifffahrtsgesellschaften sowie von verschiedenen anderen Dienstleistern.

Auch in der bürgerlichen Gesellschaft wurden und werden Hüte getragen, an denen der Status der Trägerin oder des Trägers abzulesen ist. Zylinder und Pillbox etwa zeigen die Zugehörigkeit zu einer gehobenen Gesellschaftsschicht an.

In unserem Jahrhundert spielen nun Basecaps eine große Rolle, und das weit über den Bereich des Sportfelds hinaus. Das Tragen dieser Mützen ist nicht schlicht aus praktischen Gründen zu erklären, sondern ist als Bekenntnis zu einer unisexen Sport- und Jugendkultur aufzufassen.

Hieraus leitet Günter Unterburger ab, dass das Tragen einer Kopfbedeckung eine Botschaft beinhaltet. Die Kopfbedeckung fungiert als Zeichen für einen gesellschaftlichen Status oder für eine Gruppenzugehörigkeit; sie ist gleichsam eine semantische Prothese.

Nach seinem Rückblick auf die Kulturgeschichte des Hutes verdeutlichte Günter Unterburger einige Folgerungen für seine eigenen Kreationen.

Bei manchen Modellen greift er bewusst auf Attribute aus dem tradierten Kanon zurück, welche die Trägerin oder den Träger hochherrschaftlich erscheinen lassen, wogegen andere den Kopf wie ein Schutzhelm umhüllen oder auf aerodynamische Formen zurückgreifen, wie sie bei Spoilern an hochtourigen Autos gebräuchlich sind. Wiederum andere lehnen sich an organische Vorbilder an, womit auch morphologische Fehlbildungen oder Auswüchse gemeint sein können.

Alle diese Hüte spielen mit einem Blick, der Zeichen und Abzeichen zu lesen gewohnt ist – aber sie können nie eindeutig entziffert werden. Sie lösen Assoziationen aus, ohne festlegen zu wollen, wohin diese führen. Mithin sind sie Transformatoren: Werden sie aufgesetzt, findet eine Verwandlung statt.

Und als solche Transformatoren besitzen Günter Unterburgers Hüte eine magische Wirkung.