Internationaler Tag des Hutes: Interview mit der Designerin Nada Quenzel: „Jeder kann Hut tragen”

Internationalen Tag des Hutes am 25. November 2020

Sebastian Thiel nimmt den „Internationalen Tag des Hutes” zum Anlass Nada Quenzel, Hut- und Fotodesignerin über ihre Lust am Hut und am Fotografieren, zu befragen.

Einen Hut zu tragen, was macht das mit einem Menschen?
Man fühlt sich anders, steht und geht anders. Ein Hut richtet einen auf. Als Fotografin sehe ich auch den optischen Effekt. Beim Auswählen von Porträtfotos nach Shootings bin ich oft verblüfft, wie ein Hut einen Menschen verwandelt. Manchmal wirkt das Model nur mit Hut komplett, ohne, irgendwie nackt und unvollendet. Auch die Wirkung der verschiedenen Hutformen ist unglaublich spannend.
Sie sind Fotografin und Hutdesignerin – eine ungewöhnliche Kombination.
Das stimmt, doch beide Metiers ergänzen sich wunderbar. Als Fotografin interessiert mich der Mensch, das Gesicht, die Persönlichkeit. Als Hutdesignerin beschäftige ich mich mit dem gleichen Thema auf anderer Ebene. Ein Porträtfoto erzählt von der Persönlichkeit eines Menschen. Das tut auch ein Hut. Und wenn ich Hüte designe, denke ich immer auch als Fotografin.
Was kam für Sie zuerst: die Fotografie oder das Hutdesign?
Vielleicht könnte man es besser so sagen: Beides ist aus einer gemeinsamen Wurzel gewachsen. Ich habe in Heiligendamm Produktdesign studiert. Dabei spielte die Fotografie eine wichtige Rolle. Die Hochschule ist vom Bauhaus geprägt. So bekam ich auch eine solide handwerkliche Basis gelegt. Nach dem Diplom habe ich neun Jahre als Fotodesignerin gearbeitet, bevor ich mich an die Hutmacherei herangetastet habe.
Was gab den Impuls?
Nun, die Fotografie hatte sich in den Jahren seit meinem Diplom im Jahr 2003 radikal verändert. Die Digitalisierung hat eine Bilderflut ausgelöst, in der das anspruchsvolle Bild untergeht. Ich wollte nicht einfach mitschwimmen. So habe ich nach neuen Formen der Verwirklichung als Produktdesignerin gesucht. Ich hatte auch Lust, wieder mehr mit meinen Händen zu arbeiten, anstatt immer nur Pixel zu schieben.
Und warum Hutmacherei?
Der Hut faszinierte mich, weil er mir als Designerin so ein unglaublich breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Außerdem wollte ich wissen, ob es möglich ist, ihn aus den Vitrinen zurück in den Alltag zu bringen. War der Hut wirklich nur noch als Accessoire für Exzentriker zu gebrauchen? Könnte er nicht viel mehr sein? Diese Fragen beschäftigten mich. Und dann habe ich mich in das Thema gestürzt. Das war etwa 2012.
Kein Handwerk ohne Meister. Wer hat Sie in der Kunst der Hutmacherei unterwiesen?
Das war die erste Hürde! Es war schwer, jemanden zu finden, von dem ich lernen konnte. Das Handwerk war am Aussterben. Letztlich habe ich eine Hutmacherin mit Theaterhintergrund in Solingen gefunden, die mir das Basiswissen vermittelt hat – Materialien, Werkzeuge, Techniken – und den Mut damit kreativ zu sein.
Wie war das, zum ersten Mal einen selbstgefertigten Hut in den Händen zu halten?
Sehr beeindruckend! Meinen Erstling habe ich noch. Es ist ein schwarzer, eher androgyner Damen-Fedora. Ich war damals unheimlich stolz darauf. Heute würde ich ihn allerdings anders gestalten. Er ist eigentlich viel zu hoch. (lacht)
Wie entsteht eigentlich ein Hut?
So wie ich es praktiziere, ist das aufwändige Handarbeit. Am Anfang steht der Rohling, der sogenannte Hutstumpen. Das ist zunächst eine ziemlich formlose Haube. Der Stumpen wird auf dem Hutweiter erhitzt, bis er weich und formbar ist. Dann ziehe ich den Rohling auf eine Holzform auf, wo er trocknet und abkühlt. Anschließend nähe ich das Hutband ein. Das ist das Grundprinzip, das je nach Modell variiert. Im Durchschnitt sitze ich einen Tag an einem Hut.
NadaQuenzelHutdesign3©NadaQuenzel

NadaQuenzelHutdesign3©NadaQuenzel

NadaQuenzelHutdesign2©NadaQuenzel

NadaQuenzelHutdesign2©NadaQuenzel

Wie viele Modelle haben Sie im Repertoire?
Derzeit etwa 200. Der Gestaltungsspielraum ist schier unerschöpflich. Die Grundform, die Materialien, die Farbe, die Form der Krone – also des Kopfteils –, die Breite und Biegung des Randes, bei Kappen die Größe und Form des Schirmes: Damit kann man spielen. Charakteristisch für meine Hüte sind markante, klare Formen, die ihrem Träger eine Silhouette verleihen.
Welche Materialien setzen Sie ein?
Für Sommerhüte vor allem Stroh und Papiergarn auch Sisal und Parasisal, selten auch Bao – ein Garn aus den Fasern des Affenbrotbaumes – sowie Seegras. Für Winterhüte verwende ich nur feinsten Kaninchen-Haarfilz in den Qualitäten Glatthaar, Velours und Melousine. Haarfilz ist ein besonders edles und strapazierfähiges Material – sehr weich, schön warm und äußerst formstabil, außerdem auch wind- und wasserabweisend.
Sie arbeiten gern mit historischen Materialien.
Ja, das ist wirklich etwas Besonderes. Ich habe schon Hutstumpen aus den 1940er und 1950er Jahren verarbeitet. Solche Raritäten bekommt man nur selten in die Hände. Entsprechend schwer sind sie zu finden. Übrigens sind auch einige meiner hölzernen Hutformen sehr alt. Mich reizt die Möglichkeit, das traditionelle Handwerk in einen modernen Kontext zu setzen.
Was ist das Besondere an den alten Hutstumpen?
Beim Filz ist es oft die überragende Qualität, die Regelmäßigkeit, die seltene Farbigkeit. Beim Stroh sind teilweise sehr feine, sehr aufwendige Flechttechniken darunter, die schon lang nicht mehr praktiziert werden. Besondere Schätze in meinem Fundus sind antike Rohlinge für die weltberühmten Florentiner Hüte. Einzigartig an diesen Hüten war ihr Aufbau aus miteinander verkettelten Weizenborten. Solche Stumpen werden seit fast 70 Jahren nicht mehr hergestellt!
Sie beschäftigen sich derzeit mit Naturfarben.
Ja, dazu hat mich ein Besuch in Japan inspiriert. Dort gibt es eine sehr eindrucksvolle Tradition des Färbens mit Pflanzenfarben. Davon können wir viel lernen. Ich habe mit einer befreundeten Künstlerin schon einige sehr schöne Ergebnisse mit Avocado, roter Zwiebel und Hundskamille erzielt.
Was inspiriert Sie?
Das kann alles Mögliche sein. Ein alter Film, ein Gemälde, ein Anblick auf der Straße vor meinem Atelier, die Struktur oder Farbigkeit einer Fassade. Wenn ich unterwegs bin, versuche ich wachsam zu sein, Ideen sofort zu Papier zu bringen. Außerdem verfolge ich die führenden internationalen Modeevents sehr aufmerksam, wie die Fashion Weeks in Paris, London oder New York, und natürlich auch die London Hat Week – entweder vor Ort oder aus der Ferne.
Kommt der Hut zurück?
Klares Ja. Ich sehe heute auf der Straße deutlich mehr Hüte als noch vor zwei Jahren. Auch bei Messeauftritten spüre ich ein riesiges Interesse. Es gibt eine neue Lust daran, nicht nur eine neue Frisur zu tragen, sondern auch eine Kopfbedeckung. Der Hut legt gerade sein Image des Exzentrischen ab. Er wird wieder eine normale Möglichkeit, sich zu gestalten – neben Pullover, Schuhen oder Handtasche.
Welche Modelle sind derzeit besonders gefragt?
Sommerliche Strohhüte und Kappen sind generell am beliebtesten. Der Sommerhut ist für viele die erste Berührung in die Hutwelt. Bei den Winterhüten sind eher die klassischen Modelle gefragt – zurzeit werden interessanterweise gern Signalfarben wie feuerrot, royalblau oder goldgelb genommen. Das finde ich spannend. Es zeigt ein neues Selbstbewusstsein der Hutträgerinnen.
NadaQuenzelHutdesignLou©NadaQuenzel

NadaQuenzelHutdesignLou©NadaQuenzel

NadaQuenzelHutdesignJel©NadaQuenzel

NadaQuenzelHutdesignJel©NadaQuenzel

Kann jeder Mensch Hut tragen?
Natürlich. Wer gern Hut tragen möchte, wird auch einen finden, der zu ihm passt. Ich komme auf Messen immer wieder mit Frauen ins Gespräch, die behaupten, dass ihnen Hüte nicht stehen. Meistens zeigt sich, dass sie bislang einfach immer zum falschen Modell gegriffen haben. Viele tragen dann zum ersten Mal einen Hut, der ihnen steht. Das ist schon ein besonderer Moment.

Haben Sie auch Lust auf eine Kopfbedeckung bekommen?

Hier können Sie zu Nada Quenzel Kontakt aufnehmen.

Mund- und Nasenmaske: Nähanleitung und Nähaktionen für soziale Einrichtungen

Download (PDF, 303KB)

Durch die bundesweite Maskenpflicht für das öffentlichen Leben, gebe ich hier die Nähanleitung für die 15-Minuten Mund-und Nasenmaske des Kostümbildners Moritz Haakh weiter.

Moritz Haakh hat einen Prototyp erstellt und fotografiert und dazu die Nähanleitung gezeichnet. Wer also für sich und andere Stoffmasken nähen möchte, kann mit dieser einfachen Nähanleitung beginnen. Die PDF ist für den Download.

Auch möchte ich auf die Seite www.maskeauf.de hinweisen, die aufzeigt, dass aus einfachen Mitteln verschiedene Alltagsmasken hergestellt werden können.

Kochfeste Baumwollmaske selber nähen (sieh hier)

Maske aus einem T-Shirt (siehe hier)

Maske aus einem großen Baumwoll-Taschentuch (sieh hier)

In vielen Einrichtungen fehlen momentan Masken, die bei Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen helfen können, das Übertragungsrisiko von Covid-19 zu verringern. Wer gerne Baumwollmasken herstellen und spenden will, kann auf die Seite www.maskmaker.de gehen und sich als Maskmaker registrieren und für einen Masktaker d.h. eine registrierte Einrichtung, Masken nähen und an diese versenden.

Die Seite www.stayhomeandsew.de koordiniert auch den Bedarf an Masken für soziale Einrichtungen und auf dieser Seite gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung für die Herstellung einer Mund-und Nasenmaske.

arte.tv: Rituale der Welt

Der Tanz mit dem Feuer in Papua-Neuguinea

27 Min.

Verfügbar vom 27/01/2020 bis 02/04/2020

In den dicht bewaldeten Berggebieten der Gazelle-Halbinsel in Papua-Neuguinea leben die Baining. Im Dschungel begleitet Anne-Sylvie Malbrancke die Vorbereitungen zu einem ganz besonderen Ritual: dem Feuertanz. Maskierte Stammesmitglieder führen ihn auf, um ihre Überlegenheit über die Natur zum Ausdruck zu bringen.

Hier geht es zu der Dokumentation

IndienDas Fest der Farben

27 Min.

Verfügbar vom 31/01/2020 bis 06/04/2020

Die Anthropologin Anne-Sylvie Malbrancke ist diesmal in Indien, um ein außergewöhnliches Ritual mitzuerleben: das Farbenfest Holi. Pulverwolken in allen Farben lassen die Schranken zwischen den Menschen verschwinden, ganz egal, welcher Kaste, welcher Hautfarbe oder welchem Glauben sie angehören. Das ganze Land verfällt in einen ausgelassenen Freudentaumel …

Hier geht es zu der Dokumentation

Camargue – Wallfahrt der Hoffnung

26 Min.

Verfügbar vom 28/01/2020 bis 03/04/2020

Die Anthropologin Anne-Sylvie Malbrancke lädt ein, eindrucksvolle rituelle Zeremonien unserer menschlichen Kultur hautnah mitzuerleben. In dieser Folge: Jedes Jahr am 24. Mai pilgern Sinti und Roma aus allen Teilen Europas nach Saintes-Maries-de-la-Mer, um ein großes Fest zu feiern. Dieser Tag gehört der dunkelhäutigen Schutzpatronin der Sinti und Roma, der heiligen Sara.

Hier geht es zu der Dokumentation

 

arte.tv: Die Welt der Mode

Sehenswerte Beiträge über drei verschiedene Modedesigner.

Die Zeichnungen des Yves Saint Laurent

Zu sehen auf arte.tv vom 15. September bis 21. Oktober 2019 (siehe hier)

Das Testament des Alexander Mc Queen

Zu sehen auf arte.tv vom 08. September bis 29. Oktober 2019 (siehe hier)

Dries van Noten – Der flämische Meister der Mode

Zu sehen auf arte.tv vom 19. September bis 18. Oktober 2019 (siehe hier)

arte.tv: Kiew • Maidan – Die Kunst und die Revolution

In der Dokumentation Maidan – Die Kunst der Revolution erhalten Sie einen Einblick über eine kreative und künstlerisch initiierte Protestbewegung, die im November 2013 auf dem Kiewer Maidan – Platz der Unabhängigkeit begann und im Februar 2014 dort auch eskalierte, indem über 100 Menschen durch Gewalt zu Tode kamen. Diese Revolution wurde von Anfang an von künstlerischen Aktionen, organisierten Performances und Musikhappenings in Bewegung gehalten und forderte die Bevölkerung dazu auf, sich an den künstlerischen Aktionen zu beteiligen. Es entstand eine Form der „Protest-Volkskunst”, die Gegenstände des Widerstands wie Molotowcocktails, Schutzschilde, Schutzhelme, Katapulte und Rüstungen selber herstellten und künstlerisch gestalteten. 

Im April 2014 eröffnete die Ausstellung I AM A DROP IN THE OCEAN – ART OF THE UKRAINIAN REVOLUTION in Wien, in der sowohl die Objekte, Grafiken und Plakate der Protestbewegung ausgestellt wurden als auch der Kunst-Kitsch aus der protzigen Villa des gestürzten und geflüchteten Viktor Janukowitsch.

Die Dokumentation Maidan – Die Kunst der Revolution ist bis zum 23. August 2019 auf arte.tv abrufbar (siehe hier)

Kooperation: Die Messe Berlin führte ein Interview mit dem Kostümforum

 

Im Zusammenhang der internationale Fachmesse für Theater-, Film- und Veranstaltungstechnik Stage|Set|Scenery, die in Berlin vom 18. – 20. Juni 2019 stattfinden wird, traf sich die Messe Berlin in einem Interview mit der Administratorin des Kostümforums. Das Interview ist der Auftakt zu einer Kooperation und einem fachlichen Austausch.

1. Wie kamen Sie auf die Idee, mit Ihrer Website www.kostuemforum.de ein Forum speziell für Kostümbildner/-innen und Kostümschaffende zu schaffen?
Die Idee ein Forum und einen Blog für Kostümbildner/-innen und Kostümschaffende aufzubauen, entwickelte sich, als ich Dozentin im Studiengang Kostümbild an der UdK Berlin war. In der Zeit von 2005 bis 2011 gehörte ich zu dem Gremium, das sowohl die eingereichten Mappen von Studienbewerber/-innen sichtete, um eine Auswahl für die Aufnahmeprüfung zu treffen als auch die Diplomausstellungen der Absolventen/-innen zu beurteilen. Mich hat es sehr beeindruckt, mit wie viel Begeisterung und Krafteinsatz junge Menschen in dieses künstlerische und anspruchsvolle Kostümbild-Studium einstiegen, parallel auch schon am Theater und beim Film/TV arbeiteten und ich den Eindruck hatte, dass nach diesem fünf-jährigen Studium die Studierenden befähigt waren, ihre ersten Kostümbilder für die Bühnen Deutschlands zu realisieren.

Doch die Aussichten mit diesem abgeschlossenen Hochschulstudium eine tragfähige Existenz aufzubauen, sind bis heute nicht gegeben. Arbeit für einen Kostümbildner gibt es ausreichend, nur schwirrt in den Köpfen der Auftraggeber und Produktionsfirmen immer noch der ausbeuterische Slogan ”No Budget, Low Budget” und dies macht sich ganz besonders bei den künstlerischen Berufen bemerkbar und leider immer noch bei den hochqualifizierten Kostümbildner/-innen. Somit sollten auf dem Blog bezahlte Arbeitsangebote für Kostüm-bildner/-innen und Kostümschaffende veröffentlicht werden und mein Anliegen war, meine Leserschaft für kulturpolitische Themen zu sensibilisieren.

Während der Studienzeit erlernt ein Kostümbild-Student sein künstlerisches und textil-verarbeitendes Handwerk, um seine Kostümentwürfe realisieren zu können. Dies ist die Voraussetzung mit den Kostümschaffenden der Kostümabteilungen an den Theatern kreative Arbeitsprozesse in Gang zu setzen. Ich persönlich freue mich immer auf die Zusammenarbeit mit den Werkstätten und schätze alle handwerklichen Abteilungen, die an der Realisierung meiner Kostümbild-Entwürfe beteiligt sind.

Mit Kostümschaffenden zusammen zu arbeiten, ist für mich ein Geschenk und ich empfinde eine großen Wertschätzung für ihr Können und ihre Erfahrung. Ein Kostümbildner muss diese Synergie im Produktionsprozess mit den Kostümschaffenden herstellen und dies ist der Grund, warum das Kostümforum auch alle Gewerke der Kostümherstellung anspricht und sie dazu einlädt, Mitglied zu werden.

2. www.kostuemforum.de bietet zahlreiche Möglichkeiten für den Gedanken- und Informationsaustausch rund um das Thema Kostüm an. Welches sind die Themen, die Ihre 370 Mitglieder aktuell am meisten beschäftigen?
Als Administratorin des Kostümforums kann ich im Backend eine statistische Auswertung der Aktivitäten meiner Besucher einsehen. Das Kostümforum wird durchschnittlich 300 mal am Tag besucht und es zeigt sich, dass auf dem Blog zum einen das Register mit den veröffentlichten Blog-Einträgen und alle Links zu Hochschulen, zu Kostüm- und Modegeschichte, zu Medien und Messen und zu Museen etc. eingesehen werden zum anderen die aktuellen Termine, die auf interessante Ausstellungen für Kostümbildner/-innen hinweisen und die Arbeitsangebote für Kostümbild-Assistenten/-innen.
Der meist gelesene Artikel auf dem Blog ist Niccolò Machiavelli: „Der größte Feind der neuen Ordnung ist, wer aus der alten seine Vorteile zog“
In diesem Artikel geht es um die Bezahlung von Praktikanten an den Bühnen Deutschlands für einen Mindestlohn, der 2015 festgesetzt wurde. (siehe hier)

3. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Mitglied Ihres Forums zu werden?
Es gibt eine IT-technische Voraussetzung und damit verbundene inhaltliche Voraussetzung, um Mitglied auf dem Kostümforum zu werden. Die IT-technische Voraussetzung ist die Registrierung mit kurzen Angaben zu dem eigenen Berufsprofil. Dies ist wichtig, um Spammer/Spammails auszuschließen. Durch die Registrierung erhält das Mitglied ein eigenes Benutzerkonto, dass er/sie selbst verwalten kann. Als Administratorin kann ich das Berufsprofil einsehen und das Mitglied in die jeweilige dafür eingerichtete Berufsgruppe einladen. Jedes Mitglied kann Nachrichten in seinem Benutzerkonto veröffentlichen und Kontakte zu Kollegen oder Kostümschaffende aufnehmen, in dem er eine private Nachricht versendet. Auch besteht die Möglichkeit eine eigene Gruppe für ein spezielles Thema zu gründen und zum Wissensaustausch einzuladen.

4. Die Stage|Set|Scenery kooperiert seit 2017 auch mit der Gesellschaft der Theaterkostümschaffenden e.V. (GTKos) und dem Bund der Szenografen e.V. Wo sehen Sie hier Schnittmengen, wo Unterschiede zu Ihrer Arbeit?
Die GTKos e.V. und das Kostümforum hatten sich in etwa zeitgleich aufgestellt und auf der Messe in Berlin 2011 fanden die ersten Kooperationsgespräche zwischen Kostümbildner/-innen und den Kostümschaffenden statt. Aus den Gesprächen hatte sich ergeben, dass viele festangestellte Kostümschaffende auch als freischaffende Kostümbildner/-innen arbeiten. Die Initiative für den fachlichen Austausch der GTKos e.V. mit allen Kostüm-Gewerke, die an den Theatern angesiedelt sind, ist in vielerlei Hinsicht zukunftsweisend und intelligent. Bemerkenswert finde ich die Wissensvermittlung und den Erfahrungsaustausch innerhalb der Netzwerkstruktur und den Austausch und die Weitergabe von Ressourcen.

Viele meiner veröffentlichten Arbeitsangebote für Kostümassistenten/-innen auf dem Blog des Kostümforums kommen von der GTKos e.V. und ich habe eine Anlaufstelle für fachliche Fragen, die sich aus Produktions-zusammenhängen ergeben.

Der Bund der Szenografen e.V. hatte sich 2013 in seiner Vorstandsbesetzung neu formiert, um dem damals aufkommenden Umsatzsteuer-Wirrwarr der Finanzämter von 7% auf 19% für freischaffende Bühnen- und Kostümbildner entgegenzuwirken. Dieser Anlass war der zündende Funke, sich mit allen Theaterschaffenden und ihren Verbänden zu vernetzten und zu solidarisieren, um sich für angemessene Arbeitsbedingungen und Honorierung einzusetzen und gemeinsam die deutsche Theaterlandschaft zu reformieren.

5. Inwieweit kann eine Messe wie die Stage|Set|Scenery aus Ihrer Sicht dazu beitragen, die Interessen der Kostümbildner/innen und Kostümschaffenden in der Öffentlichkeit bekannt zu machen?
Da die GTKos e.V. regelmäßig ihre Kostümschaffendentagung auf der StageISetIScenery veranstaltet und der Bund der Szenografen e.V. mit einem Informationsstand für Bühnen- und Kostümbildner/-innen präsent sein wird, wäre dies ja die beste Voraussetzung miteinander ins Gespräch zu kommen, um diese Frage zu erörtern.

Mein Gedanke zu einer öffentlich wirksamen Aktion wäre eine im Vorfeld der Messe stattfindenden Forschungslaboratorium für professionelle Kostümbildner/-innen und Kostümschaffende. Eingaben für eine kreative Zusammenarbeit wären neue Materialien und Technologien, die von den Händlern und Firmen auf der Messe zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsame Forschung, Wissensvermittlung, Experimente und improvisatorische Lösungsfindung könnte man audiovisuell begleiten. Die Ergebnisse in einer Präsentation zusammenfassen und auf der kommenden Messe vorstellen.
Dies wäre für mich ein Ansatz die künstlerischen und kreativen Arbeitsprozesse zwischen den Kostümbildner/-innen und den Kostümschaffenden mit neuen Materialien und Technologien auf der Messe der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dieses Interview ist auf der Internetseite der Stage|Set|Scenery unter Fachbesucher erschienen. (siehe hier)

arte.tv: Let’s dance!

Die fünf Dokumentarfilme Let’s dance! zeigen die Entwicklung und die Besonderheiten des Tanzes vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute.
Tänzer und Choreographen aus aller Welt kommen zu Wort.

27.12.2018 – 21.02.2019: Let’s dance! Das ist spitze! Die Geschichte des Tanzes aus Sicht der Füße (siehe hier)

27.12.2018 – 21.02.2019: Let’s dance! Nackt!. Diese Folge setzt sich mit nackter Haut als künstlerischem Ausdrucksmittel im Tanz auseinander (siehe hier)

27.12.2018 – 21.02.2019: Let’s dance! Mein Körper gehört mir. Im zeitgenössischen Tanz sind oft auch beleibte, alte, missgestaltete oder transsexuelle Körper Teil der Inszenierung.(siehe hier)

27.12.2018 – 21.02.2019: Let’s dance! – Solo (siehe hier)

27.12.2018 – 21.02.2019: Let’s dance! – Zu zweit (siehe hier)

27.12.2018 – 21.02.2019: Let’s dance! – Alle auf die Bühne! (siehe hier)

arte.tv: Harris Tweed – Rückkehr einer Legende

15.12.2018 – 15.12.2019: Harris Tweed – Rückkehr einer Legende

Clò-Mòr, das große Tuch, wie Harris Tweed auf Gälisch heißt

Der Harris Tweed wird seit Jahrhunderten auf den Hebriden vor der Nordwestküste Schottlands in den Farben der Landschaft von Hand gewebt.

Clò-Mòr ist der Aristokrat unter den Tweed-Stoffen.

Hier geht es zu der Dokumentation.

arte.tv: Fashion Geek

Zehn Beiträge auf arte.tv über Kleidung, die mit dem 3-D-Drucker konzipiert oder von Mikroorganismen gewebt werden.
Designer und Ingenieure gehen ihren Visionen nach und zeigen zukunftsweisende Trends in der Mode.

Die Beiträge sind bis zum 4. September 2020 abrufbar.

01. Licht-Stickerei: Clara Daguin, Modedesignerin Paris (siehe hier)

02. Interaktive Tattoos: Cindy Hsin-Liu Kao, Forscherin Boston (siehe hier)

03. Virtuelle Silhouetten: Jacob Kok, Modedesigner Amsterdam (siehe hier)

04. Bio-Inspiriation: Ade Gil, Designerin New York (siehe hier)

05. Textile Hacker: Alice Gordant, Ingenieurin Paris (siehe hier)

06. Undisziplinierte Kleider: Gib Gao, Modedesignerin Montreal (siehe hier)

07. Ship im Schuh: Karim Oumnia, Unternehmer Nancy (siehe hier)

08. Bakterien-Designer: Jérémie Blache, Unternehmer Toulouse (siehe hier)

09. 100 % Menschenleder: Tina Gorjanc, Designerin London (siehe hier)

10. Interaktive Mode: Ade Gil, Designerin New York (siehe hier)

Bund der Szenografen: Interviews

Der Bund der Szenografen Berlin initiiert seit August 2017 den Dialog zum Thema Szenografie.

Die Intension, Mitglieder zu ihren Arbeitsweisen und Denkansätzen zu befragen und zu veröffentlichen, entstand aus dem Wunsch einen inhaltlichen, den Horizont erweiternden Austausch zu führen.

Da ich ein Mitglied des Bundes der Szenografen bin, habe ich mich den Fragen gestellt und exemplarisch Fotomaterial dafür ausgesucht. Diese Form des Dialogs, stärkt mein Selbst-Verständnis als Szenografin und beim Lesen der Interviews meiner Kollegen/-innen, kann ich nur immer wieder feststellen, dass unser künstlerisches Können und unsere Kompetenz großartig und breit gefächert ist. Dieses Potenzial wird von den Bühnen Deutschlands erwartet und abgerufen und zu einem großen Prozentsatz miserabel bezahlt.

Inzwischen kann man die Interviews auf der Internetpräsenz des Bundes der Szenografen einsehen und lesen. (siehe hier)

Meine Beteiligung an der Interview-Reihe des Bundes der Szenografen als PDF.

Download (PDF, 598KB)

Berlin: Vortrag mit der Kostümbildnerin Lisy Christl

Eingegangen am 29. November 2017

Im Rahmen des Seminars Modetheorie/Modesoziologie von Prof. Dr. Antonella Giannone findet an der Weißensee Kunsthochschule Berlin ein öffentlicher Vortrag mit der Kostümbildnerin Lisy Christl statt. Lisy Christl ist eine der bedeutendsten deutschen Kostümbildnerin für den Film und wurde 2009 und 2012 beim Deutschen Filmpreis für das beste Kostümbild ausgezeichnet.

Siehe Kalendereintragung der Weißensee Kunsthochschule Berlin.

Zeit: Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 17:00 Uhr

Ort: KHB-Hörsaal, Weißensee Kunsthochschule Berlin, Bühringstraße 20 in 13086 Berlin

Walter Schütze: Wie werden Bühnen- und Kostümbildner von der Presse wahrgenommen?

In diesem Artikel reflektiert Walter Schütze, Bühnen- und Kostümbildner und Mitglied des Bundes der Szenografen, warum in den Rezensionen des Feuilleton der Presse und den Medien die künstlerische Arbeit von Bühnen- und Kostümbildner/-innen kaum Erwähnung findet.

Liegt es an der Unterbesetzung von interessierten Kulturjournalisten in den Kulturressorts? Oder bleiben wir Bühnen- und Kostümbildner lieber im Hintergrund, obwohl wir einen maßgeblichen Einfluß auf die Bildsprache der Bühnenproduktionen haben?

Walter Schütze spricht aus seiner Erfahrung und macht Mut, sich klarer zu positionieren.

Vielen Dank für diesen Beitrag.
 

In den letzten Jahren habe ich hauptsächlich für die Oper gearbeitet, hier den Part des Bühnen- und/oder Kostümbildners bei Produktionen verschiedener Regisseure übernommen. Und da klafft, wie vielen von Euch vermutlich bekannt ist, die Wahrnehmung der Presse und die des Publikums noch weiter auseinander als etwa beim Sprechtheater oder beim Musical. Besucher von im Vorfeld von Premieren stattfindenden Opern-Soirèes wollen viel häufiger wissen, wie die Kostüme aussehen werden, als was der Regisseur sich denkt. Hingegen werden die KostümbildnerInnen in der Presse dann meist gar nicht, die BühnenbildnerInnen wenn überhaupt zunehmend nur noch in Klammern genannt.
 
Ich glaube allerdings nicht, dass man das der Presse alleine vorwerfen kann. Allenfalls kann man bei einigen Zeitungen, insbesondere lokalen, kritisieren, dass sie ihre Kulturressorts wohl aus Kostengründen nur noch stiefmütterlich behandeln, somit nicht jeder Theater- und Opernkritiker auch Ahnung von Theater- und/oder Oper hat. In den großen Fachzeitschriften finden Bühne und Kostüm ja auffallend mehr Beachtung als in der Tagespresse. Die Kritiken der örtlichen Käseblättchen sind aber meist schneller im Netz, werden damit am meisten gelesen, bleiben damit bei Google an erster Stelle, während man die fundierten Kritiken wenn überhaupt auf den hinteren Suchplätzen findet. Die nächtlich schnell hingerotzte Rezension setzt sich somit durch. Davon kann ich ein Lied singen. Jedes dritte Mal ist mein Name falsch geschrieben. Und da wird ja durchaus auch voneinander abgeschrieben. Mitunter setzt sich die falsche Schreibweise bis auf das Plakat der folgenden Produktion durch. Aber wem erzähle ich das? Sowas kennt Ihr vermutlich alle.
 
Und gerade deswegen kommt es eben auch darauf an, wie sich ein Team als Ganzes verkauft. Ich kenne da beide Varianten. Es gibt den Regisseur (und hier schreibe ich ganz bewusst kein „Innen“ dahinter), der die Pressetermine wissend und willentlich ohne die Kolleginnen und Kollegen des Bühnen- und Kostümbildes vereinbart und absolviert. Das ist im Allgemeinen der Regisseur, dem man nur flüsternd und nur an der Raucherecke im Hinterhof sagen kann, was einem während der Proben aufgefallen ist. Kommt Euch bekannt vor? Und es gibt Regisseurinnen und Regisseure, die die Interviews im Vorfeld einer Premiere mit den Kollegen des Teams zusammen begehen. Das sind jene, mit denen man auch während der Proben als Team auftritt und durchaus im Rahmen der Produktion öffentlich eigene Meinung einfließen lassen kann. Ein Bühnen- oder Kostümbildner, der im Vorfeld einer Produktion interviewt wurde, findet auch umfassende Erwähnung in der darauffolgenden Kritik, ob die nun gut oder schlecht ist.
 
Aber, und das wiederum sage ich aus meiner (bisher nur einmaligen) Erfahrung als Regisseur: Man muss das schon auch wollen. Presse und Publikum gehen mit Regisseurinnen und Regisseuren ganz anders ins Gericht als mit jeder Bühnenbildnerin und jedem Kostümbildner. PR via Kritik ohne das Risiko von Anfeindungen unter der Gürtellinie gibt es nun mal leider auch nicht. Und ich glaube, es hat sich noch keiner von uns beschwert, wenn wir in schlechten Kritiken nicht erwähnt werden. Womit ich beim nächsten Punkt wäre. Es ist ja wirklich nicht so, dass sich alle Bühnen- und Kostümbildner um Öffentlichkeitsarbeit bemühen würden. Im Gegenteil gibt es durchaus sehr viele, die sich auch ein Stück weit hinter dem Regisseur verstecken oder, um es positiver zu formulieren, in Bescheidenheit in den Hintergrund treten. Da gibt es sogar sehr berühmte Beispiele. Und das ist ja auch ok so, denn das mag jeder handhaben, wie er es für richtig hält. Es gab durchaus Zeiten, die noch nicht so lange her sind, zu denen überhaupt so gut wie nie Bühnen- und/oder KostümbildnerInnen in den Rezensionen der Presse genannt wurden. Im europäischen Ausland ist das weitverbreitet heute noch so.
 
Und es ist, entschuldigt, wenn ich da Einigen von Euch widerspreche, natürlich auch nicht immer so, dass das Kostüm- und Bühnenbild gleich aufwendig wären. Manchmal ist das so. Manchmal aber auch nicht. Oft ist das Bühnenbild, genauso oft aber auch das Kostümbild aufwendiger. Wenn ich eine Oper mit 120 Darstellern in einer grauen Kiste spielen lasse, dann kann das Kostümbild sogar wesentlich aufwendiger sein. Ich stimme aber natürlich zu, dass vor allem Kostümbildnerinnen (und diesmal ist das innen bewusst klein geschrieben, denn es betrifft hauptsächlich Kolleginnen) unverhältnismäßig schlecht bezahlt werden. Mich hat vor einigen Jahren eine sehr bekannte Berliner Intendantin (in Weiß) mal gefragt, warum das so sei. Ihr könnt Euch vorstellen, dass mir da die Spucke weggeblieben ist. Also wenn sie’s nicht weiß…
 
Schlimm genug, dass wir Bühnen- und KostümbildnerInnen mit dem Verweis auf klamme Kassen der Kommunen zunehmend immer schlechter bezahlt werden. Und die beim Bund der Szenografen engagierten Kollegen leisten in dieser Hinsicht wirklich schon Großes. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür. Was das Missverhältnis der Bezahlung der verschiedenen Mitglieder eines Regieteams betrifft, gilt es aber vor allem erstmal, dass wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wie oft habe ich mich schon über Kollegen geärgert, die ohne Not für Nichts oder so gut wie Nichts arbeiten. Ein Stück weit bestimmen auch wir selbst unseren Marktpreis. Und glaubt mir, ich argumentiere nicht aus einer Luxussituation heraus. Im Gegenteil. Trotzdem weiß ich, dass es manchmal einfach sinnvoller ist, nein zu sagen.
 
Und wir müssen das natürlich auch ein Stück weit mit unseren Regisseuren und den Theatern klären. Wer von Euch kennt denn das jeweilige Regiehonorar bei Euren Produktionen? Also ich meistens nicht. Die Presse und die Honorarabstufungen geben auch wieder, wie ein Team sich nach außen darstellt. Was spricht dagegen, mit dem Regisseur gemeinsam in die Verhandlung zu gehen? Ich weiß, das ist selten, gibt’s aber und führt meiner Erfahrung nach auch insgesamt zu einer besseren Produktionsatmosphäre. Warum nicht auch diesbezüglich für mehr Transparenz kämpfen? Wenn ich weiß, dass der Regisseur, mit dem ich arbeite, das gleiche Honorar wie ich bekommt, dann gehe ich doch auch selbst ganz anders heran, als wenn ich die ganze Zeit im Hinterkopf habe: Der stößt sich hier gerade reich, während ich den schlecht bezahlten Dienstleister gebe. Ich weiß natürlich, dafür braucht es auch die aufgeschlossenen Regisseurinnen und Regisseure, vielleicht aber auch einfach neue vertragliche Regelungen. Das Ganze erinnert ein bisschen an die Diskussion von vor ein paar Jahren, ob die Bühnen- und KostümbildnerInnen nun auch Kunst machen oder nicht, sprich, wie die Regisseure mit einer Umsatzsteuer von sieben statt neunzehn Prozent veranschlagt werden. Eine heute wie damals absurde Diskussion.
 
Abschließend sei aber nochmals die Hauptproblematik angesprochen: Theater, insbesondere die staatlichen und städtischen, haben kein Recht der Welt unter dem Deckmantel der Kultur Kulturschaffende auszubeuten. Es liegt ein Stück weit an uns selbst, uns nicht ausbeuten oder hinsichtlich unserer Urheberrechte über den Tisch ziehen zu lassen.
Ich sage immer, das ist kein Hobby, sondern mein Beruf.