Investitionsbank Berlin Ibb: Soforthilfe für Künstler und Solo-Selbständige

Rettungszuschuss Corona

Online Antrag für Soforthilfe bei der Ibb Berlin.

Ab heute Freitag den 27. März 2020 ab 12:00 Uhr können Unternehmen und auch Künstler und Solo-Selbständige einen Online-Antrag auf Soforthilfe auf der Internetseite der Ibb Berlin stellen.

Hier geht zu der Seite der Ibb Berlin

Die Antragsstellung hat heute begonnen und man erhält eine Wartenummer.

Der Ansturm auf das Online-Portal ist groß, daher empfiehlt es sich auch die Tagesrandzeiten der nächsten Tage zur Antragstellung zu nutzen, um die Server nicht zu überlasten.

Die Investitionsbank Berlin teilt mit, dass Soloselbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen (nachfolgend nur noch Unternehmen genannt) mit bis zu fünf Beschäftigten 5.000 € aus Landesmitteln sowie bis zu 9.000 € aus Bundesmitteln beantragen können, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten können aus Bundesmitteln bis zu 15.000 € beantragen. Wobei die Beträge aus Bundesmitteln (also 9.000 € bzw. 15.000 €) ausschließlich auf laufende Betriebskosten (wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten etc.) beschränkt werden. Wem also keine Kosten für Betriebsräume, Leasingraten etc. entstehen, wird nur in den Genuss der Landesmittel kommen.

Nach unseren Kenntnissen soll für Berliner Unternehmen/Unternehmer keine Verrechnung von Landeszuschüssen mit Bundeszuschüssen erfolgen, so wie das in anderen Bundesländern der Fall ist.

Zur Antragstellung halten Sie bitte folgende Angaben/Daten bereit, da diese in jedem Fall abgefragt werden:

  • Name, Straße, Postleitzahl des Unternehmens; wer sein Unternehmen unter der Privatanschrift führt, gibt bitte diese an
  • Rechtsform des Unternehmens; z. B. Einzelunternehmen (für Gewerbetreibende), Freier Beruf (für Künstler etc.)
  • Ausweisdokument des Unternehmers; wir gehen davon aus, dass sowohl eine Personalausweis- als auch eine Reisepass-Nummer möglich wären
  • Steuernummer des Unternehmens; regelmäßig die St-Nr., die Sie auch auf Ihren Ausgangsrechnungen verwenden, alternativ verwenden Sie bitte die St-Nr. Ihres letzten ESt-Bescheides (zu finden oben links im Bescheid, unter der Id-Nr.)
  • Bankverbindung des Unternehmens; wer kein separates Geschäftskonto führt, gibt hier bitte sein Privatkonto an.
  • Sicher gibt es noch einige weitere Einzelheiten, die für die Beantragung wichtig sind

Welt Wirtschaft: Milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen

Eingegangen am 19. März 2020

Unter dem Titel „Regierung plant milliardenschweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige – Ifo-Ausblick sehr düster” erhalten wir die Nachricht, dass der Corona-Ausschuss des Bundeskabinetts ein Hilfspaket für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen beschlossen hat.

Geplant sind direkte Zuschüssen und Darlehen.

Wie die finanzielle Hilfe alle Solo-Selbständigen erreicht, werden wir die nächsten Wochen erfahren.

Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Trotz guter Nachricht, beteiligt Euch doch an der Umfrage des Bundes der Szenografen Berlin (hier auch auf der Seite geschaltet).

Die gesammelten Daten können zu einem späteren Zeitpunkt für die Darstellung von prekären Arbeitszusammenhängen genutzt werden.

Die Corona-Krise zeigt nur noch deutlicher auf, wie es um die Existenz von freischaffenden Künstler/-innen bestellt ist.

Bund der Szenografen: Umfrage zu Verdienstausfall für Szenografen

Eingegangen am 19. März 2020

Die Umfrage ist vom 19.03.2020 bis 31.03.2020 geschaltet.

Umfrage zum anstehenden Verdienstausfall für Szenografen/-innen in der Zeit der Corona-Krise. Initiiert vom Bund der Szenografen e.V. Berlin

Die Umfrage richtet sich an

Bühnen-, Kostüm- und Maskenbildner*innen, Videokünstler*innen, Lichtdesigner*innen, Puppengestalter*innen und Puppentheateraustatter*innen

Liebe Mitglieder, liebe Szenograf*innen,

Uns erreichen dieser Tage Nachrichten von den Auswirkungen der Coronakrise auf unsere Theaterarbeit, und wir sind auch selbst betroffen: Premierenausfälle, abgesagte Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, Gagen, die nicht ausbezahlt werden usw.

Was können wir tun?

Als eine Maßnahme möchten wir euch befragen, um zu einer Darstellung der nun entstandenen Lage von Bühnen-, Kostüm- und Maskenbildner*innen, Videokünstler*innen, Lichtdesigner*innen, Puppengestalter*innen und Puppentheateraustatter*innen zu kommen, zu einer Bestandsaufnahme der Krise aus unserer Sicht.

Deshalb bitten wir euch, trotz Chaos dieser Tage, an einer anonymen Blitzumfrage unter unseren Mitgliedern teilzunehmen.

Hier geht es zur Umfrage

Es geht um wenige Fragen und die Benennung eurer Probleme, damit wir an Lösungsmöglichkeiten mitwirken können.

Danke für eure Mitarbeit!

Es grüßt der Vorstand

Sonja Kloevekorn, Nadia Schrader, Oliver Proske, Gregor Sturm und Hanna Zimmermann

Veröffentlicht unter Aufruf

ZUKUNFT DER KÜNSTLER: Unterzeichnet den Appell des BBK • Bundesverband Bildender Künstler

Viele Bildende Künstler/-innen und auch Künstler/-innen der Darstellenden Kunst sollen aus dem Anspruch der geplanten Grundrente ausgeschlossen werden.

Der BBK • der Bundesverband Bildender Künstler Berlin wird aktiv und richtet einen Appell an die Bundesregierung, der vorab von den Künstlern/-innen unterzeichnet werden soll.

Liebe Freunde der Kunst,

heute geht es um unsere Zukunft und vor allem auch um die Zukunft von Tausenden Kulturschaffenden, die ihr ganzes Leben lang am Rande der Existenz leben und ständig Zukunftsängste ertragen müssen. Als wenn das nicht schon schwer genug wäre, gibt es nun Pläne, einen großen Teil dieses Personenkreises aus der Grundrente auszuschliessen:

Viele Künstlerinnen und Künstler waren aber 35 Jahre voll berufstätig und erreichen dennoch nicht das verlangte Mindesteinkommen in dieser Zeit. Die Bundesregierung will entsprechend ihrer Begründung mit der Mindestgrenze diejenigen von der Grundrente ausschließen, deren Einkommen „lediglich die Bedeutung eines ergänzenden Einkommens“ hat; sie nennt Minijobber als Beispiel.
Diese Arbeit mit Nebentätigkeit gleichzustellen degradiert die Lebensleistung derjenigen, die Kunst und Kultur schaffen und damit fundamental zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen, jedoch immer noch nicht adäquat vergütet werden.

Seid so gut und unterschreibt den Appell des BBK – und optimal wäre, wenn ihr den Link des BBK weiterleitet und dadurch viele betroffene Künstler aktiv werden, die Bunderregierung, die Abgeordneten des Bundestags und den Bundesrat damit auffordern diese 2. Grenze abzusenken!

 

Vielen Dank an euch alle für diese wichtige Unterstützung!

Hier geht es zu der Pressemitteilung des BBK Berlin Zu arm für die Grundrente.

Bitte seid solidarisch mit allen Kulturschaffenden und unterschreibt den Appell des BBK.
Es ist ganz einfach, Name, Mailadresse, falls vorhanden Institution eintagen und abschicken.

Hier geht es zu dem Appell Kreative zu arm für die Grundrente, um diesen zu unterzeichnen.

 

 

Veröffentlicht unter Aufruf

arte.tv: Rituale der Welt

Der Tanz mit dem Feuer in Papua-Neuguinea

27 Min.

Verfügbar vom 27/01/2020 bis 02/04/2020

In den dicht bewaldeten Berggebieten der Gazelle-Halbinsel in Papua-Neuguinea leben die Baining. Im Dschungel begleitet Anne-Sylvie Malbrancke die Vorbereitungen zu einem ganz besonderen Ritual: dem Feuertanz. Maskierte Stammesmitglieder führen ihn auf, um ihre Überlegenheit über die Natur zum Ausdruck zu bringen.

Hier geht es zu der Dokumentation

IndienDas Fest der Farben

27 Min.

Verfügbar vom 31/01/2020 bis 06/04/2020

Die Anthropologin Anne-Sylvie Malbrancke ist diesmal in Indien, um ein außergewöhnliches Ritual mitzuerleben: das Farbenfest Holi. Pulverwolken in allen Farben lassen die Schranken zwischen den Menschen verschwinden, ganz egal, welcher Kaste, welcher Hautfarbe oder welchem Glauben sie angehören. Das ganze Land verfällt in einen ausgelassenen Freudentaumel …

Hier geht es zu der Dokumentation

Camargue – Wallfahrt der Hoffnung

26 Min.

Verfügbar vom 28/01/2020 bis 03/04/2020

Die Anthropologin Anne-Sylvie Malbrancke lädt ein, eindrucksvolle rituelle Zeremonien unserer menschlichen Kultur hautnah mitzuerleben. In dieser Folge: Jedes Jahr am 24. Mai pilgern Sinti und Roma aus allen Teilen Europas nach Saintes-Maries-de-la-Mer, um ein großes Fest zu feiern. Dieser Tag gehört der dunkelhäutigen Schutzpatronin der Sinti und Roma, der heiligen Sara.

Hier geht es zu der Dokumentation

 

Berlin: Ausstellung MIT EIGENEM BLICK Kunsthaus der Achim Freyer Stiftung

Die Ausstellungseröffnung ist am Sonntag den 2. Februar 2020 um 17:00 Uhr.

MIT EIGENEM BLICK

Von 1976 bis 1999 war Achim Freyer an der damaligen HdK und heutigen Universität der Künste Berlin Professor des Studiengangs Bühnen- und Kostümbild.

Mit dieser Ausstellung MIT EIGENEM BLICK eröffnet sich ein Zugang in das künstlerische Schaffen der ehemaligen Studierenden, die in den letzten 40 Jahre ihren eigenen künstlerischen Weg gegangen sind.

Zu der Ausstellungseröffnung spricht Achim Freyer.

Zeit: Diese Ausstellung können Sie ab 3. Februar besuchen.

Seite Mitte März 2020 ist die Ausstellung wegen des Corona-Shutdown geschlossen.

Bitte auf die Internetseite der ACHIM FREYER STIFTUNG gehen und sich über die aktuellen Öffnungszeiten und die verlängerte Laufzeit der Ausstellung informieren.

Ort: Kunsthaus ACHIM FREYER STIFTUNG, Kadettenweg 53 in 12205 Berlin

Hier mehr Informationen über die ACHIM FREYER STIFTUNG Berlin.

Download (PDF, 134KB)

arte.tv: Die Welt der Mode

Sehenswerte Beiträge über drei verschiedene Modedesigner.

Die Zeichnungen des Yves Saint Laurent

Zu sehen auf arte.tv vom 15. September bis 21. Oktober 2019 (siehe hier)

Das Testament des Alexander Mc Queen

Zu sehen auf arte.tv vom 08. September bis 29. Oktober 2019 (siehe hier)

Dries van Noten – Der flämische Meister der Mode

Zu sehen auf arte.tv vom 19. September bis 18. Oktober 2019 (siehe hier)

Prager Quadriennale 2019: Weltausstellung für Performance Design

Bevor ich am Montag den 10. Juni das Messegelände in Prag betreten habe, hatte ich das PQ Programm studiert und mir Notizen gemacht, welche Orte ich auf der PQ besuchen möchte. Doch schon nach einigen Stunden auf dem weitläufigen Gelände mit seinen großen Messehallen und den Nebengebäude, verwarf ich meine Notizen und ich ging auf Entdeckungstour und ließ mir Zeit in die Ausstellungsbeiträge, Räume und Performances einzutauchen und an Gesprächsrunden, Videopräsentationen und Virtual Reality-Installationen als Besucherin teilzunehmen. Eine Weltausstellung in dieser Größe und in dieser Vielfältigkeit der Beiträge, hat mich sehr beeindruckt und mir aufgezeigt, dass Performance Designer/-innen Schauplätze erfinden, die nicht unbedingt für das institutionelle Theater gedacht sind. Die kreative Auseinandersetzung mit dem nationalen und internationalen Lebensraum und das wachsende politische, ökonomische und ökologische Bewusstsein der Künstler sind Inhalte vielfältiger Installationen und Gesprächsrunden.

Die Künstler/-innen forschen in ihrem unmittelbaren Umfeld oder öffnen sich für den internationalen Austausch, der durch digitale Medien vielfältige Formen annimmt. Auch die Besucher werden zu Protagonisten in dramaturgisch durchdachten und inszenierten Installationen und Performances. Ich spüre eine Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit von theatralischen Sehgewohnheiten, die von den etablierten hierarchisch strukturierten Theaterbetrieben in Deutschland und auch in Europa nach wie vor vorgegeben werden. Diese vielversprechende Entwicklung eröffnet neue Räume zum Spielen, Forschen und für den Austausch und der Vernetzung und sind Impulse, die früher oder später auf den etablierten Bühnen Einzug halten werden oder auch schon im Ansatz Einzug gehalten haben. dies wurde auf dem PQ-Gespräch Scenography, Architecture and Urban Space im Gespräch mit Sebastian Hannack und Florian Lutz über die Opernproduktion Raumbühne Heterotopia an der Oper Halle erfahrbar.

Interessant war für mich auch der PQ-Gespräch über die Lehre des Performance Designs: Ansichten, Perspektiven und Entwicklung. AMERIKA – EUROPA – ASIEN. In einem moderierten Gespräch Was hat die Akademie für die Szenografie getan? stellte unter anderen der Prof. Sávio de Araújo (Federal University of Rio Grande do Norte) aus Brasilien in seinem Beitrag über seine Lehre in einer einfachen Zeichnung dar, dass der Regisseur und Performance Designer nicht die ausschließlichen Kreateure einer Produktion sind, sondern dass eine Bühnenproduktion von vielen Gewerken erarbeitet wird. Es sind Teams, die eine Produktion mitgestalten und tragen und es ist von Bedeutung sich dies als Leitungsteam immer wieder bewußt zu machen. Auch zeigte er anhand einer Tabelle die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Bühnentechnik auf.

Die Professorin Thea Brejzek (University of Technology, Sydney). vertrat die Meinung, dass Studierende sehr viel mehr über Performance Design außerhalb der Hochschule und Universitäten lernen und sie ermuntert dazu, während des Studiums an den Theatern oder auch in anderen kreativen Disziplinen zu arbeiten, um dann überhaupt eine Chance zu haben in der Kreativwirtschaft bestehen zu können.

Ein neues Zuschauererlebnis hatte ich mit drei Beiträgen der Länder und Regionen, die ich mir durch eine Virtual Reality Brille anschaute.

Es waren ganz unterschiedliche Genre aus Polen, Irland und Bulgarien, die in einem 3D -Format zu sehen waren. Anfangs kam ich mir vor wie ein Pferd mit Scheuklappen, da diese Brille meine Außenwahrnehmung der Umgebung völlig abschottete.

Aporia.The City and the City/Polen: Eine Film-Reise durch eine Science-Fiction-Stadt mit computeranimierten Figuren. Auf meinem Weg durch die Metropole lösten sich Hindernisse subjektiv an meinem Körper auf. Ich konnte durch eine 360 Grad Körperbewegung die kommenden Filmeinstellungen, die Parallelhandlungen und die vergangenen Filmeinstellungen sehen.

Design and Destroy/Irland: Ich verfolgte mit der 3D Brille ein Interview mit einem irischen Bühnenbildner und konnte einen Rundblick in sein Atelier werfen. 

Conglomerate/Bulgarien: Es wurden mir Ausschnitte aus Theateraufführungen gezeigt und ich hatte einen Einblick in die Seitenbühne und in den leeren Zuschauerraum.

In den drei Tagen meines Aufenthaltes besuchte ich viele Ausstellungsformate und Gesprächsrunden. Ich habe nicht alles gesehen und am Donnerstag Abend den 11. Juni wurden 28 Ausstellungsbeiträge von einer internationalen Fachjury in einer Vielzahl von Kategorien ausgezeichnet.

Der Jurypreis ging an Bert Neumann mit dem Ausstellungsbeitrag Service – No Service. Eine Hommage an einen radikalen Designer, der 2015 zu früh verstarb. Seine Praxis hat sowohl in seinem lokalen Theater als auch weltweit Wirkung gezeigt, mit einer einzigartigen Verbindung zwischen Theater und Architektur. Es wird mit Wirtschaftlichkeit und Authentizität realisiert.

Exzellenz im Leistungsdesign
Eine von sechs ausgezeichneten Persönlichkeiten ist Jerildy Bosch/Mexiko
Die Arbeit des Kostümbildners öffnet ein Fenster zu materialgesteuerten, körperzentrierten kreativen Forschungsprozessen; Silence of the Lambs trifft auf den Tag der Toten, um menschliches Gewebe durch Experimente und die Entwicklung neuer Biomaterialien neu zu erfinden.

Forensic Approaches/ Mexiko
Das Konzept dieses Pavillons basierte auf einem Labor von Prozessen, die sich an der Erforschung des Gedächtnisses orientierte.

Quebec untersuchte die tiefgreifenden Veränderungen, die die Entstehung einer Szenografie der Zukunft im Kontext der globalen ökologischen Krise ermöglichen würden. Es wurden die Leistungen von zwanzig Designern vorgestellt und sie nach der Spannung zwischen künstlerischer Vision und Umweltbewusstsein befragt. Die Ausstellung bot einen Raum für einen integrativen Dialog mit dem Wunsch, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Staging Places Studio ist eine Einladung der Gesellschaft der britischen Theaterdesigner SBTD, um sich zu begegnen.

Ausstellung Fragmente
Selection of Works Juan Gómez-Cornejo/Spanien
Juan Gómez-Cornejo entwickelt gewagte und kühne Atmosphären mit seinem Lichtdesign.

Bestes Erlebnis in der der Ausstellung der Studierenden
Eines der drei ausgezeichnete Projekte ist The Changing Room/Taiwan
Es stellte die theatralische Zuschauer/Performer-Beziehung mit modernster Technologie, traditioneller Charaktererzählung und einem tiefen Sinn für das Spiel neu dar.

Prager Quadriennale 2019

Die Prager Quadriennale ist die Weltausstellung für Szenografie und Performance Design.

Vom 6.6.-16.6.2019 findet die 13. Prager Quadriennale statt.

Das Internationale Theaterinstitut Berlin übernimmt dabei die Produktion des Deutschen Beitrags, der Bund der Szenografen ist Kooperationspartner. Ausgestellt werden die stilprägenden Arbeiten des Künstlers, Bühnen- und Kostümbildners Bert Neumann. Der deutsche Beitrag der Ausstellung, die sich auf den Außen- und Innenbereich der PQ aufteilt, wird am 5.6. mit einem Konzert der Band Goshawk inoffiziell eröffnet.

Der Beitrag unter dem Titel Service / No Service zeigt erstmals das umfangreiche künstlerische Werk des Bühnen- und Kostümbildners Bert Neumann. Neumann ist unter anderem besonders für seine Arbeiten an der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz, Berlin, bekannt. Aus dem Nachlass wird der Beitrag von Lenore Blievernicht und Christiane Kues der gemeinnützigen Bert Neumann Association kuratiert. Zur Ausstellung erscheint die gleichnamige Publikation Bert Neumann Service / No Service Vol.1, gestaltet von Leonard Neumann (LSD Berlin), mit Beiträgen von Jonathan Meese und René Pollesch.

Der deutsche Beitrag wurde gefördert durch das Auswärtige Amt/ Goethe Institut Prag, der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins. Produziert vom ITI Zentrum Deutschland in Kooperation mit dem Bund der Szenografen.

Hier geht es auf die PQ-Veröffentlichung des deutschen Beitrag

Bert Neumann Service / No Service

Während der Ausstellungsdauer finden PQ Talks statt

Das Goethe-Institut Prag und die Zeitschrift Theater der Zeit veranstalten die Gesprächsreihe PQ Talks. Die Künstlergespräche bieten Raum für den Austausch verschiedenster Auffassungen im künstlerischen und akademischen Umfeld. Sie helfen zu verstehen, wie Performance Design von Künstlern mit verschiedenen Herkünften und Hintergründen gedacht wird. Dabei werden auch verschiedene Bühnenbildner und Kulturschaffende aus Deutschland zu Gast sein:

Mo, 10.Juni 2019, 16:30 Uhr Sebastian Hannak, Florian Lutz
Do, 13.Juni 2019, 16:30 Uhr  Bettina Meyer
Do, 13.Juni 2019, 19:00 Uhr  Annette Kurz, Luc Perceval

Hier geht es auf das umfangreiche Programm der Prager Quadriennale.

arte.tv: Kiew • Maidan – Die Kunst und die Revolution

In der Dokumentation Maidan – Die Kunst der Revolution erhalten Sie einen Einblick über eine kreative und künstlerisch initiierte Protestbewegung, die im November 2013 auf dem Kiewer Maidan – Platz der Unabhängigkeit begann und im Februar 2014 dort auch eskalierte, indem über 100 Menschen durch Gewalt zu Tode kamen. Diese Revolution wurde von Anfang an von künstlerischen Aktionen, organisierten Performances und Musikhappenings in Bewegung gehalten und forderte die Bevölkerung dazu auf, sich an den künstlerischen Aktionen zu beteiligen. Es entstand eine Form der „Protest-Volkskunst”, die Gegenstände des Widerstands wie Molotowcocktails, Schutzschilde, Schutzhelme, Katapulte und Rüstungen selber herstellten und künstlerisch gestalteten. 

Im April 2014 eröffnete die Ausstellung I AM A DROP IN THE OCEAN – ART OF THE UKRAINIAN REVOLUTION in Wien, in der sowohl die Objekte, Grafiken und Plakate der Protestbewegung ausgestellt wurden als auch der Kunst-Kitsch aus der protzigen Villa des gestürzten und geflüchteten Viktor Janukowitsch.

Die Dokumentation Maidan – Die Kunst der Revolution ist bis zum 23. August 2019 auf arte.tv abrufbar (siehe hier)

Kiew: EMERGENCE Projekt • Workshop Invisibility

EMERGENCE: Lebendiges Erbe / Umgestaltung der Erinnerung steht für ein zeitlich lang angelegtes künstlerisches Programm, veranstaltet vom Kunstinstitut IZOLYATSIA in Kiew mit dem Arts & Theatre Institute /Prager Quadriennale, und sechs weiteren europäischen Kunstinstitutionen, das vom Programm Creative Europe unterstützt und teilweise finanziert werden.

Das Projekt EMERGENCE bietet die Möglichkeit, international zu untersuchen, wie die kulturelle und historische Landschaft den Einzelnen und seine Kreativität beeinflusst. Im Laufe von zwei Jahren wird das Projekt Konferenzen, Ausstellungen, Workshops und Residenzen umfassen.

Die zentrale Aufgabe des Projekts besteht darin, von der gemeinsamen Erfahrung zur individuellen Kreativität überzugehen, das historische Erbe wieder zu beleben und die Erinnerung mit Hilfe von Kunst und Performance neu zu gestalten.

Dieses Projekt wird eine Reihe von Performance-Kreativen aus ganz Europa (Designer, Regisseure, Schauspieler, Tänzer, Musiker, bildende und bildende Künstler, digitale Künstler, Produzenten, Manager) zusammenbringen, um Werke zu schaffen, die auf den spezifischen Kontext ausgewählter Kulturstätten reagieren und ein Programm von Workshops, Meisterkursen, Künstlerresidenzen, Aufführungen und Ausstellungen durchführen, die auch die Entwicklung der nächsten Generation von Performance-Schaffenden unterstützen.

Hier erfahren Sie mehr über das EMERGENCE Programm in Kiew, veranstaltet von dem Kunstinstitut IZOLYATSIA.

In diesem Zusammenhang wurde ich (Andrea Riedel) von dem Institut IZOLYATSIA eingeladen, im April diesen Jahres, in Kiew einen fünftägigen Workshop mit ukrainischen Künstlerinnen mit dem Titel Invisibility zu leiten. Der Workshop fand in der Kreativ-Community IZONE statt.

Ausschlaggebend für den Inhalt dieses Workshops waren die Demonstrationen auf dem Majdan Nesaleschnosti in Kiew, die am 18. Februar 2014 eskalierten, indem über 100 demonstrierende Personen von Scharfschützen, die sich in den umliegenden Hotels und Gebäuden positioniert hatten, beschossen wurden und zu Tode kamen.

Chaotische und destruktive Situationen, die unser Leben herausfordern, erfordern schnelles und intuitives Handeln. Wenn sich der Kampf als sinnlos erweist, werden wir die Flucht ergreifen, erstarren oder versuchen, unsichtbar zu sein. In gefährlichen Situationen sind wir gezwungen zu entscheiden, welche Strategie unser Leben retten wird.

Diese Überlebensstrategie war die Anreizidee, Kostüme und Körper so zu bemalen, das diese mit dem Stadtbild von Kiew zu verschmelzen scheinen.

Izolyatsia hat den Workshop Invisibility mit der Kamera begleitet und einen kurzen Film veröffentlicht.(siehe hier)

Reminder: Stage|Set|Scenery vom 18. bis 20. Juni 2019 in Berlin

Was hat die Messe StageISetIScenery Berlin für Bühnenbildner/-innen, Set Designer/-innen und  Performance Designer/-innen zu bieten?

Bühne frei für die perfekte Inszenierung

Was sind die Trends im Bereich Licht, Audio und Bühnenmaschinerie? Wie lässt sich Virtual Reality bei Produktionen einsetzen? Was ist bei Arbeiten unter bewegten Lasten zu beachten? Auch die dritte Ausgabe der Stage|Set|Scenery, die vom 18. bis 20. Juni auf dem Berliner Messegelände stattfindet, steht wieder ganz im Zeichen des interdisziplinären Austauschs unter Praktikern.

Von Audio- über Lichttechnologien bis Virtual Reality

Die Stage|Set|Scenery widmet sich einem breiten Themenspektrum – von Audio- und Lichttechnologie bis hin zu Video- und Medientechnik. Zahlreiche Formate wie Round Tables aber auch Sonderflächen wie das LightLab, das SoundLab, die Safety in Action-Bühne und – in diesem Jahr zum ersten Mal – der Immersive Showroom und die EventManufaktur wurden direkt in die Messehallen integriert, um die Nähe zu den ausstellenden Unternehmen zu gewährleisten.

Neu auf der Stage|Set|Scenery ist das Thema Virtual und Augmented Reality:

Im „ImmersiveShowroom ? Where Technology meets Experience“ in Halle 20 steht ein interdisziplinärer Austausch über Technologie, Realitätserweiterung und interaktive Erlebniswelten auf dem Programm. In Zusammenarbeit u.a. mit der Technischen Universität Berlin, dem Fraunhofer Institut und den Cyberräubern geht es in Halle 20 darum, wie diese neuen Entwicklungen im Einklang mit etablierter Technik in der Theaterwelt eingesetzt werden können. Auf dem Programm stehen spannende Impulse zu 3D-Druck im Kostümbereich sowie Erfahrungen aus dem Staatstheater Stuttgart. Am Donnerstag richtet sich der Fokus ganz gezielt auf Immersion in Museen und Ausstellungen.

Das LightLab wird wieder vom Lichtdesigner Manfred „Ollie“ Olma von der Firma mo2 design kuratiert.

Auf dem Programm stehen hier neben dem bewährten Dialog mit Herstellern und der Präsentation von Scheinwerfern in Aktion auch innovative Formate: Eines der Highlights ist das neue Format Lifetime Talks – dabei trifft Ollie Olma bekannte Größen aus der Veranstaltungs- und Lichttechnik, die sich mit ihrem Lebenswerk in der Branche verdient gemacht haben.

Im technisch grundlegend erweiterten SoundLab stehen Livepräsentationen von Unternehmen wie Gerriets, KS Beschallungstechnik, Müller-BBM, DPA, Kling & Freitag auf dem Programm. Abgeschirmt vom übrigen Messegeschehen bietet es den Besuchern die Möglichkeit, sich unter guten akustischen Bedingungen von den neuesten Trends in der Audiotechnologie zu überzeugen.

Die Safety in Action-Bühne steht in diesem Jahr unter dem Motto „Up in the air“ – hier geht es um Themen wie Obermaschinerie, geflogene Kamerasysteme und Arbeiten unter bewegten Lasten. Darüber hinaus stehen auch die Themen Brandschutz bei Veranstaltungen, Sicherheits- Integritätslevel (SIL 3) sowie die Fallsicherung am Schwungtrapez auf dem Programm.

Das Kongressprogramm finden Sie hier.

Veröffentlicht unter Messen