Das Kostümforum ist gut besucht …

Hervorgehoben

Inzwischen ist das Kostümforum seit 2010 mehr als 187000 Mal aufgerufen worden.

Dieser von Andrea Riedel gegründete und geleitete Blog bringt Informationen für Kostümbildner/-innen und andere Bühnenschaffende.

Darüber hinaus bietet das Kostümforum im Bereich Bühne und Film tätigen Menschen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

Um sich an diesem Netzwerk zu beteiligen, ist es notwendig, ein Benutzerkonto zu erstellen und Mitglied zu werden, wobei die Mitgliedschaft kostenlos ist.

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Umfrage zur Berufswirklichkeit der Szenografen • Ihr Beitrag zählt!

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Liebe Szenografen, Bühnen- und Kostümbildnerinnen

Für alle Kollegen, die an den Bühnen Deutschlands arbeiten und nicht persönlich von der Universität Potsdam angeschrieben wurden, besteht nun die Möglichkeit bis einschließlich den 31. August 2016 an der Umfrage zur Berufswirklichkeit der Bühnen- und Kostümbildnerinnen und deren Veränderungen im Wandel Zeit teilzunehmen.

Umfrage

Hier geht es zum offenen Bereich für die Beteiligung an der der Umfrage – freigeschaltet von der Universität Potsdam bis 31. August 2016.

Hintergrund, Zielsetzung und ausführliche Darstellung zum Datenschutz

Hier finden Sie ausführliche Hinweise zu Hintergrund und Zielsetzung der Umfrage. Darin enthalten sind auch technische und methodische Aspekte und eine ausführliche Darstellung zum Datenschutz.

Auch Ihr Beitrag zählt, um wirksame Schritte vor allem auch im Verbund mit anderen Akteuren der Kulturszene an die Verantwortlichen aus Politik und Kulturbetrieb herantragen zu können. Das das Erfolge bringen kann, zeigt nicht zuletzt die Initiative art but fair und die Aktivitäten des enseble-netzwerk in jüngster Zeit. Und wenn im Tagesspiegel vom 5. Juni 2016 unter der Überschrift “Bühnenverein: Gagen sind zufriedenstellend” von der Jahreshauptversammlung des Bühnenvereins berichtet und Herr Bolwin (geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins) mit zufriedenstellenden Gagen zwischen 2700 und 3100 Euro brutto monatlich zitiert wird, ist es doch an der Zeit, dem entschieden mit fundierten Daten entgegen treten zu können.

Damit wir fundierte Ergebnisse präsentieren können genügt es leider nicht, nur die Gagenhöhe zu erheben. Daher werden auch einige darüber hinausgehende Fragen erhoben, die ein insgesamt besseres Bild “unserer” Berufswirklichkeit ergeben. Wir bitte deshalb, sich nicht durch den ersten Eindruck scheinbar zu vieler Fragen von der Beantwortung abschrecken zu lassen. Zumal nicht alle Fragen beim ersten Aufruf beantwortet werden müssen. Die Beantwortung kann jederzeit unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Gleichwohl ist uns auch bewusst, dass ein standardisierter Fragebogen wie hier gegeben, nicht allen Situationen gerecht werden kann. Das wird – wie wir aus vorliegenden Reaktionen wissen – vor allem die überwiegend in der freien Szene tätigen Kolleginnen betreffen. Beantworten Sie in diesen Fällen den Fragebogen so gut Sie können und nutzen Sie das Textfeld am Ende, um uns zusätzliche Hinweise zu geben.

Eine letzte Bitte: wir wollten die Umfrage bis 31. August beenden um möglichst schnell Ergebnisse präsentieren zu können. Wir bitten Sie bis dahin die Befragung abzuschließen.

Mit Dank und kollegialen Grüßen
Bund der Szenografen – Vorstand
Kostümforum – Andrea Riedel

Fuse – Omnicom Media Group Germany sucht Kostümbildner/-in

Eingegangen am 13. Juli 2016

Momentan arbeiten wir an einem Marketing-Projekt für unseren französischen Automotive-Kunden. Dabei sind wir auf der Suche nach einem Dienstleister, der ein „fahrendes  Kostüm“ herstellen kann.

Angelehnt ist die Idee und das Kostüm an folgendes Video:

 
Der „Transformer“ soll natürlich entsprechend an die Marke und das Auto angepasst sein. Ich freue mich, wenn Sie in Ihrem Pool jemanden kennen, der solch eine Arbeit herstellen kann. Wir sind dankbar über jede Hilfestellung.
 
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
 
 
Beste Grüße,
Kevin Jüngling

Wir fördern ?freiwillige ?Markenerlebnisse. ??KEVIN JÜNGLING.?Senior Manager Brand Experience??Fuse – Omnicom Media Group Germany GmbH?Grünstr. 15 ? 40212 Düsseldorf??Tel.: +49. 211. 3 88 07 – 752
kevin.juengling@fuseint.com
?AG Düsseldorf HRB 34168, Geschäftsführung: Florian Adamski, Sascha Jansen, Peter Kuhlmann, Richard Small, Frank Ziegler

Gewinner:?– »The Internationalist Award for Digital Innovation« 2015
– »Beste Media-Idee« Deutscher Mediapreis 2014?– »The Internationalist Award for Innovation in Media« 2014

www.omgfuse.de

TEXTILE ART BERLIN 9. und 10. Juli 2016

12. Textile Art Berlin: „Paths of Life – Lebenswege, Reisewege, Übergänge”

Die Messe bietet auf 4.500 qm Fläche eine einzigartige Bandbreite textilen Schaffens. Unzählige Kunstwerke, Gebrauchsobjekte und seltene Materialien sind zum Staunen und Kaufen da. 120 Verkaufsstände, 47 Ausstellungen und 23 Workshops laden ein (siehe hier)

Alle Teilnehmer finden Sie hier

art but fair: Untersuchung zu Arbeitsbedingungen in der darstellenden Kunst

Im Januar 2015 startete die Umfrage für faire Arbeitsbedingungen in der darstellenden Kunst (siehe hier)

Ich freue mich, dass nun die umfangreiche art but fair Studie zu Arbeitsbedingungen, Missständen sowie Vorschlägen, die zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen können, ende Mai 2016 veröffentlicht wurde (siehe hier)

Die Untersuchung ist in Zusammenarbeit mit art but fair und der Hans Böckler Stiftung STUDY Nr. 319 • Mai 2016 entstanden.

Sehr lesenswert und aufschlussreich für Bühnen- und Kostümbildner!

Berlin: Projekttag des Bundes der Szenografen am 21. Mai 2016

Katharina Becklas hat an unserem ersten Jour Fixe teilgenommen und einen Kommentar hinterlassen (siehe hier)

Der Bund der Szenografen lädt am 21. Mai 2016 zu vier spannende Vorträgen ein.

 

10.00 – 11.30

Andreas Gause / Gerriets GmbH
Projektionsleinwände – Anwendung, Einsatz und Qualitätsmerkmale
Andreas Gause leitet die Abteilungen Marketing & Key Account Management der Firma Gerriets GmbH. Zudem ist er Spezialist im Bereich Projektionsleinwände. Im Rahmen seines Vortrages erläutert Herr Gause die Anwendungsbereiche und Einsatzmöglichkeiten von Projektionsleinwänden. Des Weiteren setzt er sich mit den wichtigsten Qualitätsmerkmalen, die ein optimales Projektionsbild gewährleisten, auseinander.

Andreas Främke / Gerriets GmbH
Bühnenausstattung – Materialien und Techniken sowie deren Einsatz im szenografischen Bereich
Andreas Främke ist als Senior Projektleiter für die Gerriets GmbH tätig. Er ist spezialisiert auf Design- und Schmuckvorhänge und arbeitet gemeinsam mit Architekten und Designern an diversen Großprojekten wie der Elbphilharmonie Hamburg. In seinem Vortrag stellt Herr Främke diverse Gerriets-Materialien und Techniken vor und zeigt deren Anwendungsmöglichkeiten im szenografischen Bereich auf.

Kurze Pause

11.45 – 12.15

Olaf Karsten / Digitaldruckfirma Stoffschmiede
Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Stoffdrucks
Digitaler Stoffdruck als Meterware auf verschiedenen Materialien. Es werden interessante Stoff- und Fallbeispiele aus dem Bereich Theater und Kostümbild gezeigt. Möglichkeiten, Fallstricke, was geht, was geht nicht….

Pause mit Snacks und Kaffee

13.00 – 16.00

Jürgen Knoll / Firma Patin-A
Patinierung von Kostümen an verschiedenen Beispielen. Vorher-nachher…
Jürgen Knoll arbeitet seit 20 Jahren als Kostümbildner für Film und Fernsehen. Eines seiner Fachgebiete ist die Patinierung von Filmkostümen. Zusammen mit Mitarbeitern seiner im Jahr 2006 gegründeten Firma PATIN-A in Berlin, die speziell auf die Bedürfnisse von Kostümabteilungen beim Film ausgerichtet ist, entwickelt er auch Patinierprodukte, die leicht zu benutzen sind und sich aus den meisten Geweben wieder auswaschen lassen.

Pause mit Snacks und Kaffee

16.30 -19.30

Oliver Fabian Kummer Vertragsrecht und -praxis der Kostüm- und Bühnenbildverträge, Vertragsschulung
Rechtsanwalt Oliver Fabian Kummer berät nach seiner Zeit als Künstlerischer Betriebsdirektor am Schauspielhaus Zürich schwerpunktmäßig Bühnenschaffende in rechtlichen und praktischen Fragen und übernimmt insbesondere deren Vertragsverhandlungen. Er berät den Bund der Szenografen seit einigen Jahren ehrenamtlich und ist Mitglied der Vertragsgruppe.

Ab 19:30 Uhr fließender Übergang zur Frühlingsgrillparty auf dem Hof. Hierzu sind alle Teilnehmer und auch später dazu kommende Kollegen herzlich eingeladen!

Ort: Theaterhaus Mitte Raum 202, Wallstraße 32 • Haus C • 10179 Berlin

Zeit: Samstag den 21. Mai 2016 von 10:00 Uhr bis 19:30 Uhr anschließend Frühlingsfest im Hof des Theaterhauses

Teilnahme: Für Mitglieder des Bundes der Szenografen e.V. ist die Teilnahme kostenlos. Für Nichtmitglieder beträgt die Teilnahmegebühr 20 €. Zahlbar vor Ort und bitte in bar. Kartenzahlung ist leider nicht möglich.

Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter: weiterbildung@szenografen-bund.de

 

Symposium: Transformation of the Prague Quadrennial since 1999

Die Prager Quadriennale ist die internationale Plattform für Bühnen- und Kostümbildner.

Geladen waren zu diesem zweitägigen Symposium in Prag vom 17. bis 18. März 2016 internationale Vertreter der Kunsthochschulen, Verbände und Künstler, die auf der PQ 2015 vertreten waren.

Mitglieder des Bundes der Szenografen waren vor Ort und haben an diesem Kongress teilgenommen

In kurzen Vortragsreihen wurden von unseren internationalen Kollegen und Professoren für Szenografie vergangene PQ-Ausstellungskonzepte und Positionen aufgezeigt und die sich daraus ergebenden künstlerische Zukunftsvisionen in Wort und Bild vorgestellt.

In 20 Vorträgen zeichnete sich für mich folgende Transformation des künstlerischen Arbeitsfeldes des Szenenbildners ab, wofür meines Erachtens die Bildungs- und kulturpolitischen Positionen der jeweiligen Länder erheblich dazu beitragen.

Am Entstehen sind neue theatralische Formen wie Performative Kunst, Performative Installationen, temporäre Spielstätten, Performative Räume, Live Performances…
Der Szenenbildner verlässt das Theater, eröffnet neue Spiel-Räume, virtuelle Räume mit digitalen Techniken. Er wird damit unabhängig von einer Regie, auch von ausgebildeten Schauspielern, bindet Passanten, Besucher und Zuschauer in seine Performance oder in seinen Performativen Raum ein. In dem Spielraum findet ein Spiel statt unter selbst inszenierten Gesetzmäßigkeiten.

Dies ist eine wichtiges szenisches Voranschreiten, um der Kreativität und dem erworbenem Know-How an digitalen Techniken Rechnung zu tragen. Ein Künstler, der sich mit Szenenbild, mit seiner Umwelt und gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzt, kommt nicht umhin, sich auch andere Räume für seine Kreativität zu erschließen. Er emanzipiert sich von überkommenen Arbeitszusammenhängen, da diese in dem Maße nicht mehr vorhanden sind oder auch diese neue künstlerische Ansätze nicht zulassen.

In den letzten Jahrzehnten war dieser Beruf als Szenenbildner ausgerichtet auf das Erschaffen von Bühnenräume für den theatralischen Zusammenhang in traditionell strukturierten und geleiteten Theaterhäusern. Die Ausbildungsplätze für diesen Beruf war kontingentiert, die Studiengänge für Bühnen- und Kostümbild waren elitär aufgestellt.

Nun zeichnet sich durch die anhaltende europaweite Sparpolitik im Bildungs- und Kultursektor ein Trend ab. Zum einen werden in den Hochschulen in den Studiengängen Szenenbild und Szenografie nun nicht mehr ein kleiner Kreis von Studenten aufgenommen, sondern es müssen Studienplatzzahlen erfüllt werden, ungeachtet der sich z.B. in Deutschland abzeichnenden Auflösungen von Theaterspielstätten, Sparten und Infrastrukturen. Zum anderen stieg in den letzten 20 Jahren an den Theatern mit reduziertem Haushaltsetat die Anzahl der Produktionen, um eine optimale Auslastung zu erreichen.

Fazit: Es werden europaweit mehr Szenografen ausgebildet als der Arbeitsmarkt an den Theatern aufnehmen kann und viele Kollegen, die an den Theatern z.B. in Deutschland arbeiten, werden für ihre professionelle Arbeit so niedrig entlohnt, dass man von einem Arbeitsverhältnis nicht mehr sprechen kann. Wir werden zu ”Sponsoren” für die Kulturbetriebe.

Wir tragen die Kosten der Bildungs- und Kultur-Sparpolitik!!

Auch wenn sich der Szenenbildner andere Rahmenbedingungen sucht, um seine Performativen Räume zu installieren. Er wird in vielen Fällen sein eigener Fundraiser und Installationstechniker sein und eine Public Relations Abteilung aufstellen müssen.

Im besten Falle wird die performative Kunst Einzug in die Theater halten, Kulturpolitiker werden geladen und Bestandteil interaktiver Spiele, sie werden begeistert sein.

Die Performative Kunst kann ich nur begrüßen, weil sie kreativ, zeitnah und spielerisch sein kann. Sie ist eine von vielen Spielfeldern für Szenenbildner, Architekten, Videokünstler und Lichtdesigner.

Dennoch stellt sich für mich die Frage, an wen können wir unsere Sponsorenrolle wieder abgeben?

Auf Youtube ist das Symposium Transformation of Prague Quadrennial since 1999 in 9 Filmen zu sehen.

12. Textile Art Berlin: „Paths of Life – Lebenswege, Reisewege, Übergänge”

Künstlerin Monika Modersitzki "Bukhara" 2015 Selbst gefärbte Baumwolle, mit Maschine genäht, handgestickt Foto: Gabriele Bach

Künstlerin Monika Modersitzki “Bukhara” 2015
Selbst gefärbte Baumwolle, mit Maschine genäht, handgestickt
Foto: Gabriele Bach

In diesem Jahr findet die 12. zeitgenössische und internationale Textilkunst-Messe Textile Art Berlin vom 9. bis 10. Juni 2016 in Berlin Kreuzberg statt.
Zu dem diesjährigen Ausstellungsthema „Paths of Life – Lebenswege, Reisewege, Übergänge” laden Künstlerinnen und Künstler zu Gesprächen, Workshops und Vorträgen ein, um die interessierten Besucher/-innen an ihren künstlerischen Entwicklungen mit ihren Umwegen, Erkenntnisse und Erfolge teilhaben zu lassen.

Auf TEXTILE ART BERLIN treffen sie Künstlerinnen und Künstler aus den Ländern: Argentinien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Elfenbeinküste, England, Ghana, Indien, Irland, Japan, Kirgisistan, Korea, Litauen, Nepal, Niederlande, Nordamerika, Österreich, Schweiz, Tschechien, Türkei und Ungarn.

Für 120 Verkaufsständen, 25 Einzel– und Gruppenausstellungen, 15 Workshops und Mitmach-Aktionen und der Modenschau am Samstagabend lohnt es sich auf alle Fälle eine Dauerkarte für dieses Wochenende zu kaufen.

Besucher, die selber mit Textilien arbeiten, finden hochwertige Materialien und Textil-Bücher für die verschiedensten Techniken wie Batik, Fiber-Art, Filzen, Häkeln, Ikat, Klöppeln, Kumihimo, Papierarbeiten, Patchwork und Quilt, Perlenarbeiten, Seidenmalerei, Spinnen, Sticken, Stricken, Stoffdruck, Upcycling, Wassergrafik und Weben.

Veranstalter, Auskünfte, Kartenvorverkauf und Programmbestellung:
Galerie in der Victoriastadt, Nathalie Wolters Türrschmidtstraße 12, 10317 Berlin, Telefon 030 / 305 32 38 Email: info@textile-art-berlin.de. In Zusammenarbeit mit dem Fachverband Textil e.V., Landesgruppe Berlin Anmeldung zu den Workshops direkt bei den KursleiterInnen. Bestellung des Programmheftes bei der Galerie in der Victoriastadt. Bitte senden Sie einen frankierten Rückumschlag (11 cm x 22 cm, 85 Cent).

Auch gibt es das neue Textile Art Magazin online unter (siehe hier)

Veranstaltungsort:
Carl-von-Ossietzky-Schule (barrierefrei) Blücherstraße 46,47, 10961 Berlin-Kreuzberg U-Bahn U 7, Südstern, 3 Minuten Fußweg
Öffnungszeiten/Eintritt:
Messe, Ausstellungen, Workshops, Vorträge etc.: Samstag 9. Juli 2016: 10 – 18 Uhr, Sonntag 10. Juli 2016: 10 – 17 Uhr. Tageskarte 10 Euro, Dauerkarte 16 Euro, Hartz IV-Empfänger, Studenten und Schüler über 16 Jahre jeweils die Hälfte, begleitende Kinder unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Gruppenkarten ab 8 Personen, 10% Rabatt, ausschließlich im Vorverkauf bei der Galerie in der Victoriastadt, Adresse s.u.
Modenschau: Samstag 9. Juli 2016: 19 – 21 Uhr, 10 Euro

Mehr Informationen über die Textile Art Berlin (siehe hier)

Neue Gruppe eröffnet: Über den Tisch gezogen!

wir suchen, wir brauchen, wir hätten gerne…professionelle Arbeit für low-budget and no-budget

In dieser Gruppe können Sie Ihre Erfahrungen als freischaffende Bühnen- und Kostümbildner/-innen und Kostümschaffende (Gewandmeister, Schneider) für das Theater, für Theaterfestivals, den Film und für die freie Theater- und Tanzszene veröffentlichen. Beiträge in dieser Gruppe können unsere Kollegen/-innen dafür sensibilisieren ”nicht über den Tisch gezogen zu werden”.

Beiträge über faire Arbeitsbedingungen sind natürlich auch willkommen!

Es sind bereits zwei Beiträge zu diesem Thema in dieser Gruppe veröffentlicht.

Hier geht es zur privaten Gruppe ”Über den Tisch gezogen”

iSFF Berlin: Es sind noch Plätze frei! Fortbildung für Filmkostüm

Diese Fortbildung zielt auf die Berufsgruppen der Bühnenkostümbildner, Modedesigner, Gewandmeister und Schneidermeister.

Dieser Lehrgang kann von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Fortbildungszeitraum: 16.11.2015 – 28.1.2016 | Mo – Fr 10.00-17.45 Uhr

Die zweimonatige Fortbildung für Filmkostüm an der iSFF vermittelt professionell und hervorragend strukturiert wichtige Inhalte der Arbeitsabläufe, um einen guten Einstieg als Garderobiere, Filmkostümassistent/in und Filmkostümbildner/-in zu gewährleisten (siehe hier)

In der Filmbranche wird nach Tarif bezahlt und die Wochengagen belaufen sich je nach Arbeitseinsatz zwischen 922 € bis 1332 €.

Hier eine Gagenübersicht veröffentlicht auf der Internetpräsenz des Verbandes VSK für die Arbeit als Garderobier/-iere, Filmkostümassistent/-in und Filmkostümbildner/in (siehe hier)

Ein Interview mit Anja Niehaus, Dozentin an der iSFF und Filmkostümbildnerin, über die Inhalte und Aussichten der Fortbildung für die Filmbranche.

iSFF Berlin: Fortbildung für Kostümbildner und Szenenbildner

Das Institut für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe iSFF Berlin bietet in einem Lehrgang eine gezielte Fortbildung für die Tätigkeit als Kostümbildner/-in und die Tätigkeit als Filmkostümassistent/-in für Film- Fernseh- und Werbeproduktionen und den neuen Internet-Formaten an.

Der Fokus liegt auf projektorientiertem Arbeiten mit aktuellen Drehbüchern, zu denen Kostümentwürfe und Kostümauszüge erstellt werden.

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Im mehrtägigen Patinierunterricht können die Teilnehmer unter professioneller Anleitung ihre Erfahrungen mit SFX-Kostümen und verschiedenen Kostümbearbeitungen machen.

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Im gemeinsamen Unterricht mit dem Lehrgang Szenenbild werden die verschiedenen Berufsbilder bei Film- und Fernsehproduktionen im nationalen und internationalen Raum vorgestellt. Strukturen, Arbeitsabläufe und Prozesse werden analysiert.

Am Ende des Lehrgangs präsentiert jeder Teilnehmer seine erarbeiteten Entwürfe zu historischen und zeitgenössischen Drehbüchern vor einem Regisseur, Producer und Produzenten.

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Dieser Lehrgang kann von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Fortbildungszeitraum: 16.11.2015 – 28.1.2016 | Mo – Fr 10.00-17.45 Uhr

Ort: Studio 2, Oudenarder Str. 16, 13347 Berlin

Weitere Informationen zum Lehrgang Kostümbild und für die Bewerbung (siehe hier)

Zeitgleich findet der Lehrgang für das Arbeitsfeld des Szenbildners/-in und des
Szenenbildassistenten/-in für Film- Fernseh- und Werbeproduktionen statt.

Der Fokus liegt auf die Analyse von Drehbüchern, seiner dramaturgischen Struktur und seiner Figuren. Dabei werden insbesondere auch die zentralen Fragen der Realisierbarkeit, Finanzierbarkeit und der szenografischen Umsetzung erörtert. Verschiedene Möglichkeiten der Drehortgestaltung (On-Location, Studiobau, digitale Seterweiterung) werden hierbei berücksichtigt.

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Die Teilnehmer suchen Drehorte und besuchen die in Berlin ansässigen Fundi, um ihre Sets auszustatten. Verschiedene Techniken, von der Zeichnung bis zum computergenerierten Entwurf, werden vorgestellt und angewendet.
Organisatorische Themen wie Arbeitsplanung, Kalkulation, das Erstellen von Auszügen, der Umgang mit Arbeits- und Urheberrecht sowie verschiedene Bewerbungsstrategien werden anhand von aktuellen Beispielen aus Film und Fernsehen vorgestellt.

Zum Abschluss des Lehrgangs erarbeitet jeder Teilnehmer eine Präsentation seiner Entwürfe, die Experten der Branche vorgestellt werden.

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Dieser Lehrgang kann von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Fortbildungszeitraum: 16.11.2015 – 28.1.2016 | Mo – Fr 10.00-17.45 Uhr
Ort: Studio 2, Oudenarder Str. 16, 13347 Berlin

Weitere Informationen zum Lehrgang Szenenbild und für die Bewerbung (siehe hier)

Berlin: Tanz im August: ”Shock! Electric! Movements!”

Ein Traum für jeden Kostümbildner, für eine Tanzkompanie, wie die von Marie Chouinards Kostüme zu entwerfen, auf den Proben auszuprobieren, zu modifizieren, um sie dann auf der Bühne an den Tänzern zu erleben.

Der Tanzabend beginnt mit Marie Chouinards neuster Choreografie. In „Soft virtuosity, still humid, on the edge” sind ihre Tänzer eine blaue Gruppe, sie tragen schlichte T-Shirts, rasen mit einer Geschwindigkeit über die Bühne, jede Figur mit einer anderen Gangart, als hätte der durchtrainierte Körper ein Handicap, ihre Zungen tanzen mit. Die T-Shirts werden über die Köpfe gezogen, gesichtslos bleibt nur der sich rythmisch pulsierende bewegte Körper, der sein Bewegungsablauf beibehält.
Nun kommen Kameras zum Einsatz, die T-Shirts sitzen wieder an ihren Körpern, die Köpfe der Tänzer/-innen werden gefilmt und an die Bühnenrückwand projiziert. Von den vermummten Körpern zu den Großaufnahmen der Gesichter. es ist als ob ich mir zwei Filme mit gleichem Inhalt zur gleichen Zeit ansehe. Ich sehe die Halbtotale und die Großaufnahme. Mit dieser digitalen Technik beobachte ich nun, ein für mich heilige Gesellschaft des 21 Jahrhunderts, stehend, sitzend und liegend, arrangiert wie auf einem Gemälde, die sich in minimaler Bewegung wie in Zeitlupe auf der Bühnen von links nach rechts bewegt, geführt von einem Licht in das gelobte Land, wo Vögel zwitschern und Regen fließt.

Es klingt noch jetzt in meinem Ohr, ”Shock! Elektric! Movements!”

Was von Weitem auf der Bühnenrückwand projiziert, wie die Darstellung von sortierten Chromosomenabbildungen aussieht, sind die Tuschekleckse, kaligrafische Spuren oder auch gestische Flecken, gemalt von Henri Michaux in den 60Jahren des letzten Jahrhunderts. Mit einem rasanten Tempo nehmen abwechselnd die zehn tanzenden schwarzen Silhouetten mit ihrem Körper die gestische Form der Projektionen auf. Die Bewegungsabläufe steigern sich im Rhythmus und die Tuschezeichnungen werden komplexer, aus Chromosomen werden Daphnien und Hüpferlinge und auch die Tänzer erwecken mit ihren Körpern das projizierte Kleingetier zum Leben. Als Zuschauer werde ich mit einer Fülle von Bewegungsabläufen und Figurenkonstellationen überflutet, denn es wird ersichtlich, dass hier ein lange Reihe von Tuschezeichnungen, die Mouvements von Henry Michaux abgetanzt werden. Das Tempo der Choreografie wird angetrieben durch ein Elektro-Metal-Beat. Nachdem das letzte Tuscheblatt im Hintergrund erscheint, wusste ich ”Der Trip ist zu Ende”. Vor Freude und Begeisterung musste auch ich mich in der Zuschauerreihe bewegen und ich klatschte bis die Hände brannten.

Verpasst nicht die Gelegenheit internationale Tanzkompanien bis einschließlich dem 4. September 2015 in Berlin kennen zu lernen (siehe hier)

Zum ersten Mal zu sehen ist die Weltpremiere „The Ghosts” von Constanza Macras Dorky Park vom 4. – 8. September in der Schaubühne am Lehniner Platz.

Das Wetter in Prag und die deutsche Kulturpolitik

Zum Wetter!
Auf der Prager Quadriennale zeigten wir in der Installation „The Cloud“ mit Skizzen und Fotos von 168 Bühnen- und Kostümbildner/-innen, wie vielfältig und sinnstiftend die künstlerischen Beiträge Schauspiel- und Opernproduktionen prägen.

Zur Kulturpolitik!
Ausgehend davon, dass die Bühnen in Deutschland einen kulturellen Auftrag zu erfüllen haben, dafür steht ihnen ja ein Finanzhaushalt zur Verfügung, frage ich ich mich schon seit geraumer Zeit, wie diese Haushaltsmittel verteilt werden.
Bei den Gagen für Bühnen- und Kostümbildner/-innen gibt es kein Korrektiv.

Es gibt Gagen für „Leuchtürme“ und Gagenangebote für „Glühwürmchen”.

Der künstlerische Auftrag und das Arbeitsvolumen für Schauspiel- und Opernproduktionen, sei es an einem Staatstheater oder ein Stadttheater, sind miteinander vergleichbar und doch sind die Gagenangebote inzwischen in vielen Fällen obszön, Verhandlungsspielraum gibt es nicht und es wird erwartet, dass unser Berufsstand dazu bereit ist, durch ihre künstlerische „Sponsorenleistungen”, den Kulturbetrieb aufrecht zu erhalten.

Was könnte diesem Gagen-Dumping Einhalt gebieten?

Der Bund der Szenografen e.V. plant für den Herbst 2015 eine Befragung zur Arbeitssituation freiberuflich tätiger Kostüm- und Bühnenbildner/-innen. Damit soll erstmalig in der Bundesrepublik die Arbeitswirklichkeit dieser Berufsgruppe umfassend ermittelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wir laden alle Kollegen/-innen zu unserer Vollversammlung ein.
Sie wird am 26. September 2015 um 14:00 Uhr im Zelt vom Theaterhaus Mitte,
Wallstraße 32 in 10179 Berlin stattfinden.

Auf der Vollversammlung werden wir den Fragebogen vorstellen, der zum einen eine Erhebung der Gagen sein wird, die wir für unsere Arbeit als Bühnen- und Kostümbildner in den Kulturbetrieben durchschnittlich angeboten bekommen. Zum anderen werden wir durch Fragen zu den Arbeitsbedingungen an den Opern- und Schauspielhäusern, Fakten sammeln und aufbereiten, um mit einem Reformpaket für unseren Berufsstand einen kulturpolitischen Diskurs führen zu können.

„The Cloud” geht auf die Prager Quadriennale

Der deutsche Beitrag auf der Prager Quadriennale 2015, eine raumfüllende Papierinstallation bestehend aus Beiträgen von 168 Bühnen- und Kostümbildner/-innen, die ihre Skizzen- und Bühnenfotos zur Verfügung gestellt haben.

„The Cloud” wird erstmals auf der Messe Stage/Set/Scenery in Berlin vom 9. – 11. Juni zu sehen sein. (siehe hier)

Danach wird die fragile Raumskulptur in Prag im Kafka Haus aufgebaut.

Prager Quadriennale
Weltausstellung für Bühne / Kostüme / Szenografie!
60 Länder – 50000 Besucher
Prag 18. – 28. Juni 2015

 

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