Das Kostümforum ist gut besucht …

Hervorgehoben

Inzwischen ist das Kostümforum seit 2010 mehr als 260.000 Mal aufgerufen worden.

Dieser von Andrea Riedel gegründete und geleitete Blog bringt Informationen für Kostümbildner/-innen und andere Bühnenschaffende.

Darüber hinaus bietet das Kostümforum im Bereich Bühne und Film tätigen Menschen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

Um sich an diesem Netzwerk zu beteiligen, ist es notwendig, ein Benutzerkonto zu erstellen und Mitglied zu werden, wobei die Mitgliedschaft kostenlos ist.

Bei der Eingabe des Benutzernamens bitte keinen Bindestrich und keinen Punkt verwenden.

Theater Freiburg: Ausschreibung Ausstattungsassistent/-in Spielzeit 2017 – 2018

Eingang: 29.03.2017

Das Theater Freiburg sucht ab der Spielzeit 2017/2018 eine/n Ausstattungsassistentin/en

Aufgaben: Der Aufgabenbereich umfasst die Realisierung bzw. Betreuung der zugeteilten Produktionen bis zur Premiere:

• Ansprechpartner für die jeweilige Produktion
• Teilnahme an Bauproben, Besprechungen und Protokollführung
• Materialrecherche
• Einkäufe für die Produktionen
• Betreuung der Proben und Endproben
• Erstellen von Kostümlisten, Umzugsplänen, Requisitenlisten und die Aktualisierung der    Baupläne
• allgemeine abteilungsbezogene Tätigkeiten, z.B. Praktikantenbetreuung Voraussetzungen:
• Abschluss eines Studiums im Bereich Kostümbild und/oder Bühnenbild oder eine vergleichbare Qualifikation
• künstlerische und gestalterische Begabung
• handwerkliches Geschick und Organisationstalent
• eigenständiges Arbeiten
• Verlässlichkeit, Belastbarkeit und Flexibilität
• Berufserfahrung im Ausstattungsbereich an einem Theater

Möglichkeiten: Es ist am Theater Freiburg durchaus möglich und auch gewollt, dass Ausstattungsassistenten/innen in unseren kleineren Produktionsstätten, neben der Assistententätigkeit auch eigene Ausstattungen machen sollen. Das Beschäftigungsverhältnis richtet sich nach NV Bühne. Reisekosten für das Bewerbungsgespräch werden nicht übernommen.

Bewerbungen bitte bis 30.04.2017

an Joerg.hauser@theater.freiburg.de

Textile Art Berlin: „In Quest of Beauty – Inspiration, Creation, Sensation”

VDA Kaunas Kunstfakultät, Rasa Labinaite, Foto Giedre Kriaucionyte

VDA Kaunas Kunstfakultät, Rasa Labinaite, Foto Giedre Kriaucionyte

Auf die „Suche nach Schönheit” kann man sich auch dieses Jahr anlässlich der 13. Textile Art Berlin begeben – Bewährtes Konzept unter einem neuen „alten“ Dach.

Diese publikumswirksame Messe findet dieses Jahr erstmals im Phorms Campus Berlin-Mitte statt. Ein einzigartiges Beispiel für die gelungene Transformation eines historischen Industriegebäudes in einen Ort der Begegnung und Bildung. Hier entstand eine bilinguale Schule, in der Kinder aller Altersstufen von der Kita bis zur gymnasialen Oberstufe untergekommen sind – und ab 2017 ist er auch der neue Austragungsort für die

TEXTILE ART BERLIN

mit dem diesjährigen Aufruf „In Quest of Beauty – Inspiration, Creation, Sensation!“  unter der Schirmherrschaft von Frau Prof. Dr. Elisabeth Tietmeyer, Direktorin des MEK (Museum Europäischer Kulturen) in Berlin-Dahlem.

Hier soll wirklich jeder mitmachen können und seine Kreativität entfalten. Die TEXTILE ART BERLIN bietet dafür alles was mit Händen bearbeitet und hergestellt werden kann: Batik, Fiber-Art, Filzen, Häkeln, Ikat, Klöppeln, Kumihimo, Papierarbeiten, Patchwork, Quilten, Arbeit mit Perlen, Seidenmalen, Spinnen, Sticken, Stricken, Stoffdruck, Upcycling, Wassergrafik und Weben.

Mehr als 100 Künstler, Kunsthandwerker und Händler haben sich angemeldet und werden ihr Handwerk und Werke präsentieren. Darüber hinaus sind 20 Gruppen- und Einzelausstellungen geplant und 20 Workshops und Mitmachaktionen registriert. Das Schul-Café übernimmt die „gastronomische“ Betreuung.

Hier mehr Informationen über die TEXTILE ART BERLIN 2017

Der Termin für 2017 ist der 24. und 25. Juni.

Veranstaltungsort
„Phorms Campus Berlin-Mitte“
Ackerstraße 76, 13355 Berlin-Mitte
nahe S-Bahnhof Nordbahnhof
Bus 247 vor der Tür (Gartenplatz)
gebührenfreie Parkzone

Redaktion Thomas Riedel

UEBERBUEHNE: Interviews, Theorie und Praxis

Gerne möchte ich auf die Internetseite Ueberbuehne.de hinweisen.

Thea Hof, Rob Kraatz und Marina Felix, Bühnenbildner/-innen veröffentlichen seit 2014 auf Ihrer Internetseite ÜBERDEHNE.de Interviews mit Bühnenbildner/-innen, Buchempfehlungen, Reiseberichte und Einblicke in Bühnenbild Studiengänge.

Hier geht es auf die Präsenz UEBERBUEHNE.de

Ergebnisse: Umfrage zu der Arbeitswirklichkeit von Bühnen- und Kostümbildner-innen

Dank an alle Mitglieder des Kostümforums, die an der Umfrage vom 15. Mai 2016 bis zum 29. Juli 2016 teilgenommen haben.

Von 865 angeschriebenen Kollegen und Kolleginnen aus den Berufsverbänden Bund der Szenografen e.V., GTKOS (Gesellschaft der Kostümschaffenden), GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger), Kostümforum und LAFT Berlin (Landesverband freier darstellende Künste e.V.) nahmen 289 Künstler/-innen an der Umfrage teil.

Betreut hatte die Umfrage der Soziologe Martin Kohler. Der Lehrstuhl Methoden der empirischen Sozialforschung der Universität Potsdam führte die Umfrage durch.

Die Ergebnisse der Befragung spiegeln das gesamte Spektrum der Arbeitsrealität an den deutschen Bühnen wieder und haben uns dazu veranlasst ein Reformpaket zu formulieren, dass zu angemessenen Produktionsgagen für freischaffende Bühnen- und Kostümbildner/-innen führen soll.

Vorausschickend möchte ich bemerken, dass Theaterkünstler/-innen einen wichtigen Beitrag für unsere demokratische Gesellschaft leisten und dafür verdienen sie Wertschätzung!

Das Reformpaket für 2017

Die Fakten

  • 72%  der Bühnen- und Kostümbildner/-innen sind Akademiker.
  • 89% der Bühnen- und Kostümbildner/-innen sind freischaffend tätig.
  • 3,8 Produktionen realisieren wir pro Jahr durchschnittlich.
  • 1643,12 Euro  Brutto verdienen wir im Monat durchschnittlich.
  • 12% weniger Gage erhalten Frauen bei gleicher Arbeit.
  • Kostümbildner/-Innen verdienen 26% weniger als Bühnenbildner/-Innen bei gleicher Arbeit
  • Um 6 % haben sich unsere Einkommen im Laufe der letzten 7 Jahren verschlechtert.

Wir fordern

  • die Einführung einer gesetzlichen Sockelgage für Bühnen- und Kostümbildner/-innen von 15.000 Euro Brutto pro Produktion. Dies entspricht dem Gehalt eines Grundschullehrers.
  • gleiche Gagen für Männer und Frauen.
  • gleiche Gagen für Bühnen- und Kostümbildner/-innen.
  • die Umsatzsteuerbefreiung für alle Theaterschaffenden Künstler/-innen
  • Gagentransparenz.
  • die Personaldichte muss der Produktionsdichte entsprechen! Deshalb mehr Ausstattungsleiter, Assistenten und handwerkliche Spezialisten!
  • keine Privatisierung oder Teilprivatisierung von Theaterwerkstätten!
  • Etatanpassungen in Entsprechung zum Produktionsvolumen, zu Preisschwankungen und zu Tariferhöhungen.
  • die vollständige Erstattung von Fahrt- und Übernachtungskosten.
  • die Politik und die Theater auf, eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch angemessene Bezahlung und familienfreundliche Strukturen zu ermöglichen.
  • mehr Risikobereitschaft von Intendanz und Dramaturgie sowie mehr Bereitschaft zu Forschung und Experiment.
  • eine Umkehr von Fast-Food-Produktion und Akkordarbeit hin zu nachhaltigen Produktionsweisen.
  • ein Rotationsprinzip bei der Auftragsvergabe von Regie, Bühne und Kostüm.
  • die Politik und die Hochschulen auf Strategien zu entwickeln, welche die Arbeitsmöglichkeiten für Absolventen der Bühnen- und Kostümbildstudiengänge auf dem übersättigten Markt verbessern.
  • Der Bund der Szenografen steht als beratendes Gremium dem Deutschen Bühnenverein für alle Entscheidungen, die in unserem Bereich getroffen werden, zur Verfügung.
  • Der Bund der Szenografen steht bei Findungskommissionen für Intendantenbesetzungen als beratendes Gremium zur Verfügung.

In unserem umfangreichen Reformpaket finden Sie die Berechnung einer Sockelgage, um den gesetzlichen Mindestlohn für unsere künstlerische Arbeit zu erhalten und wir zeigen die Leistungsphasen auf, die zu einem Bühnenbild oder Kostümbild führen.

Hier der ausführliche Forderungskatalog als PDF zum Download.

Download (PDF, 511KB)

 

Buchempfehlung: Kostümbild • Kostümdesign

Hier möchte ich auf die Wiederauflage des Buches Kostümbildner in Film, Fernsehen und Theater von der Kostümbildnerin Riccarda Merten-Eicher hinweisen.

Ihr Werk ist nun unter dem Titel Kostümbild I Kostümdesign beim Schüren Verlag zu erhalten (siehe hier)

Eine Buchbesprechung der Erstausgabe finden Sie auf dem Kostümforum (siehe hier)

168 Seiten

€ 19,90

ISBN 978-3-89472-958-5

Umfrage zur Berufswirklichkeit der Szenografen • Ihr Beitrag zählt!

logo_gagenumfrage

Liebe Szenografen, Bühnen- und Kostümbildnerinnen

Für alle Kollegen, die an den Bühnen Deutschlands arbeiten und nicht persönlich von der Universität Potsdam angeschrieben wurden, besteht nun die Möglichkeit bis einschließlich den 31. August 2016 an der Umfrage zur Berufswirklichkeit der Bühnen- und Kostümbildnerinnen und deren Veränderungen im Wandel Zeit teilzunehmen.

Umfrage

Hier geht es zum offenen Bereich für die Beteiligung an der der Umfrage – freigeschaltet von der Universität Potsdam bis 31. August 2016.

Hintergrund, Zielsetzung und ausführliche Darstellung zum Datenschutz

Hier finden Sie ausführliche Hinweise zu Hintergrund und Zielsetzung der Umfrage. Darin enthalten sind auch technische und methodische Aspekte und eine ausführliche Darstellung zum Datenschutz.

Auch Ihr Beitrag zählt, um wirksame Schritte vor allem auch im Verbund mit anderen Akteuren der Kulturszene an die Verantwortlichen aus Politik und Kulturbetrieb herantragen zu können. Das das Erfolge bringen kann, zeigt nicht zuletzt die Initiative art but fair und die Aktivitäten des enseble-netzwerk in jüngster Zeit. Und wenn im Tagesspiegel vom 5. Juni 2016 unter der Überschrift “Bühnenverein: Gagen sind zufriedenstellend” von der Jahreshauptversammlung des Bühnenvereins berichtet und Herr Bolwin (geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins) mit zufriedenstellenden Gagen zwischen 2700 und 3100 Euro brutto monatlich zitiert wird, ist es doch an der Zeit, dem entschieden mit fundierten Daten entgegen treten zu können.

Damit wir fundierte Ergebnisse präsentieren können genügt es leider nicht, nur die Gagenhöhe zu erheben. Daher werden auch einige darüber hinausgehende Fragen erhoben, die ein insgesamt besseres Bild “unserer” Berufswirklichkeit ergeben. Wir bitte deshalb, sich nicht durch den ersten Eindruck scheinbar zu vieler Fragen von der Beantwortung abschrecken zu lassen. Zumal nicht alle Fragen beim ersten Aufruf beantwortet werden müssen. Die Beantwortung kann jederzeit unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Gleichwohl ist uns auch bewusst, dass ein standardisierter Fragebogen wie hier gegeben, nicht allen Situationen gerecht werden kann. Das wird – wie wir aus vorliegenden Reaktionen wissen – vor allem die überwiegend in der freien Szene tätigen Kolleginnen betreffen. Beantworten Sie in diesen Fällen den Fragebogen so gut Sie können und nutzen Sie das Textfeld am Ende, um uns zusätzliche Hinweise zu geben.

Eine letzte Bitte: wir wollten die Umfrage bis 31. August beenden um möglichst schnell Ergebnisse präsentieren zu können. Wir bitten Sie bis dahin die Befragung abzuschließen.

Mit Dank und kollegialen Grüßen
Bund der Szenografen – Vorstand
Kostümforum – Andrea Riedel

Fuse – Omnicom Media Group Germany sucht Kostümbildner/-in

Eingegangen am 13. Juli 2016

Momentan arbeiten wir an einem Marketing-Projekt für unseren französischen Automotive-Kunden. Dabei sind wir auf der Suche nach einem Dienstleister, der ein „fahrendes  Kostüm“ herstellen kann.

Angelehnt ist die Idee und das Kostüm an folgendes Video:

 
Der „Transformer“ soll natürlich entsprechend an die Marke und das Auto angepasst sein. Ich freue mich, wenn Sie in Ihrem Pool jemanden kennen, der solch eine Arbeit herstellen kann. Wir sind dankbar über jede Hilfestellung.
 
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
 
 
Beste Grüße,
Kevin Jüngling

Wir fördern ?freiwillige ?Markenerlebnisse. ??KEVIN JÜNGLING.?Senior Manager Brand Experience??Fuse – Omnicom Media Group Germany GmbH?Grünstr. 15 ? 40212 Düsseldorf??Tel.: +49. 211. 3 88 07 – 752
kevin.juengling@fuseint.com
?AG Düsseldorf HRB 34168, Geschäftsführung: Florian Adamski, Sascha Jansen, Peter Kuhlmann, Richard Small, Frank Ziegler

Gewinner:?– »The Internationalist Award for Digital Innovation« 2015
– »Beste Media-Idee« Deutscher Mediapreis 2014?– »The Internationalist Award for Innovation in Media« 2014

www.omgfuse.de

art but fair: Untersuchung zu Arbeitsbedingungen in der darstellenden Kunst

Im Januar 2015 startete die Umfrage für faire Arbeitsbedingungen in der darstellenden Kunst (siehe hier)

Ich freue mich, dass nun die umfangreiche art but fair Studie zu Arbeitsbedingungen, Missständen sowie Vorschlägen, die zu besseren Arbeitsbedingungen beitragen können, ende Mai 2016 veröffentlicht wurde (siehe hier)

Die Untersuchung ist in Zusammenarbeit mit art but fair und der Hans Böckler Stiftung STUDY Nr. 319 • Mai 2016 entstanden.

Sehr lesenswert und aufschlussreich für Bühnen- und Kostümbildner!

Berlin: Projekttag des Bundes der Szenografen am 21. Mai 2016

Katharina Becklas hat an unserem ersten Jour Fixe teilgenommen und einen Kommentar hinterlassen (siehe hier)

Der Bund der Szenografen lädt am 21. Mai 2016 zu vier spannende Vorträgen ein.

 

10.00 – 11.30

Andreas Gause / Gerriets GmbH
Projektionsleinwände – Anwendung, Einsatz und Qualitätsmerkmale
Andreas Gause leitet die Abteilungen Marketing & Key Account Management der Firma Gerriets GmbH. Zudem ist er Spezialist im Bereich Projektionsleinwände. Im Rahmen seines Vortrages erläutert Herr Gause die Anwendungsbereiche und Einsatzmöglichkeiten von Projektionsleinwänden. Des Weiteren setzt er sich mit den wichtigsten Qualitätsmerkmalen, die ein optimales Projektionsbild gewährleisten, auseinander.

Andreas Främke / Gerriets GmbH
Bühnenausstattung – Materialien und Techniken sowie deren Einsatz im szenografischen Bereich
Andreas Främke ist als Senior Projektleiter für die Gerriets GmbH tätig. Er ist spezialisiert auf Design- und Schmuckvorhänge und arbeitet gemeinsam mit Architekten und Designern an diversen Großprojekten wie der Elbphilharmonie Hamburg. In seinem Vortrag stellt Herr Främke diverse Gerriets-Materialien und Techniken vor und zeigt deren Anwendungsmöglichkeiten im szenografischen Bereich auf.

Kurze Pause

11.45 – 12.15

Olaf Karsten / Digitaldruckfirma Stoffschmiede
Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Stoffdrucks
Digitaler Stoffdruck als Meterware auf verschiedenen Materialien. Es werden interessante Stoff- und Fallbeispiele aus dem Bereich Theater und Kostümbild gezeigt. Möglichkeiten, Fallstricke, was geht, was geht nicht….

Pause mit Snacks und Kaffee

13.00 – 16.00

Jürgen Knoll / Firma Patin-A
Patinierung von Kostümen an verschiedenen Beispielen. Vorher-nachher…
Jürgen Knoll arbeitet seit 20 Jahren als Kostümbildner für Film und Fernsehen. Eines seiner Fachgebiete ist die Patinierung von Filmkostümen. Zusammen mit Mitarbeitern seiner im Jahr 2006 gegründeten Firma PATIN-A in Berlin, die speziell auf die Bedürfnisse von Kostümabteilungen beim Film ausgerichtet ist, entwickelt er auch Patinierprodukte, die leicht zu benutzen sind und sich aus den meisten Geweben wieder auswaschen lassen.

Pause mit Snacks und Kaffee

16.30 -19.30

Oliver Fabian Kummer Vertragsrecht und -praxis der Kostüm- und Bühnenbildverträge, Vertragsschulung
Rechtsanwalt Oliver Fabian Kummer berät nach seiner Zeit als Künstlerischer Betriebsdirektor am Schauspielhaus Zürich schwerpunktmäßig Bühnenschaffende in rechtlichen und praktischen Fragen und übernimmt insbesondere deren Vertragsverhandlungen. Er berät den Bund der Szenografen seit einigen Jahren ehrenamtlich und ist Mitglied der Vertragsgruppe.

Ab 19:30 Uhr fließender Übergang zur Frühlingsgrillparty auf dem Hof. Hierzu sind alle Teilnehmer und auch später dazu kommende Kollegen herzlich eingeladen!

Ort: Theaterhaus Mitte Raum 202, Wallstraße 32 • Haus C • 10179 Berlin

Zeit: Samstag den 21. Mai 2016 von 10:00 Uhr bis 19:30 Uhr anschließend Frühlingsfest im Hof des Theaterhauses

Teilnahme: Für Mitglieder des Bundes der Szenografen e.V. ist die Teilnahme kostenlos. Für Nichtmitglieder beträgt die Teilnahmegebühr 20 €. Zahlbar vor Ort und bitte in bar. Kartenzahlung ist leider nicht möglich.

Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter: weiterbildung@szenografen-bund.de

 

Symposium: Transformation of the Prague Quadrennial since 1999

Die Prager Quadriennale ist die internationale Plattform für Bühnen- und Kostümbildner.

Geladen waren zu diesem zweitägigen Symposium in Prag vom 17. bis 18. März 2016 internationale Vertreter der Kunsthochschulen, Verbände und Künstler, die auf der PQ 2015 vertreten waren.

Mitglieder des Bundes der Szenografen waren vor Ort und haben an diesem Kongress teilgenommen

In kurzen Vortragsreihen wurden von unseren internationalen Kollegen und Professoren für Szenografie vergangene PQ-Ausstellungskonzepte und Positionen aufgezeigt und die sich daraus ergebenden künstlerische Zukunftsvisionen in Wort und Bild vorgestellt.

In 20 Vorträgen zeichnete sich für mich folgende Transformation des künstlerischen Arbeitsfeldes des Szenenbildners ab, wofür meines Erachtens die Bildungs- und kulturpolitischen Positionen der jeweiligen Länder erheblich dazu beitragen.

Am Entstehen sind neue theatralische Formen wie Performative Kunst, Performative Installationen, temporäre Spielstätten, Performative Räume, Live Performances…
Der Szenenbildner verlässt das Theater, eröffnet neue Spiel-Räume, virtuelle Räume mit digitalen Techniken. Er wird damit unabhängig von einer Regie, auch von ausgebildeten Schauspielern, bindet Passanten, Besucher und Zuschauer in seine Performance oder in seinen Performativen Raum ein. In dem Spielraum findet ein Spiel statt unter selbst inszenierten Gesetzmäßigkeiten.

Dies ist eine wichtiges szenisches Voranschreiten, um der Kreativität und dem erworbenem Know-How an digitalen Techniken Rechnung zu tragen. Ein Künstler, der sich mit Szenenbild, mit seiner Umwelt und gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzt, kommt nicht umhin, sich auch andere Räume für seine Kreativität zu erschließen. Er emanzipiert sich von überkommenen Arbeitszusammenhängen, da diese in dem Maße nicht mehr vorhanden sind oder auch diese neue künstlerische Ansätze nicht zulassen.

In den letzten Jahrzehnten war dieser Beruf als Szenenbildner ausgerichtet auf das Erschaffen von Bühnenräume für den theatralischen Zusammenhang in traditionell strukturierten und geleiteten Theaterhäusern. Die Ausbildungsplätze für diesen Beruf war kontingentiert, die Studiengänge für Bühnen- und Kostümbild waren elitär aufgestellt.

Nun zeichnet sich durch die anhaltende europaweite Sparpolitik im Bildungs- und Kultursektor ein Trend ab. Zum einen werden in den Hochschulen in den Studiengängen Szenenbild und Szenografie nun nicht mehr ein kleiner Kreis von Studenten aufgenommen, sondern es müssen Studienplatzzahlen erfüllt werden, ungeachtet der sich z.B. in Deutschland abzeichnenden Auflösungen von Theaterspielstätten, Sparten und Infrastrukturen. Zum anderen stieg in den letzten 20 Jahren an den Theatern mit reduziertem Haushaltsetat die Anzahl der Produktionen, um eine optimale Auslastung zu erreichen.

Fazit: Es werden europaweit mehr Szenografen ausgebildet als der Arbeitsmarkt an den Theatern aufnehmen kann und viele Kollegen, die an den Theatern z.B. in Deutschland arbeiten, werden für ihre professionelle Arbeit so niedrig entlohnt, dass man von einem Arbeitsverhältnis nicht mehr sprechen kann. Wir werden zu ”Sponsoren” für die Kulturbetriebe.

Wir tragen die Kosten der Bildungs- und Kultur-Sparpolitik!!

Auch wenn sich der Szenenbildner andere Rahmenbedingungen sucht, um seine Performativen Räume zu installieren. Er wird in vielen Fällen sein eigener Fundraiser und Installationstechniker sein und eine Public Relations Abteilung aufstellen müssen.

Im besten Falle wird die performative Kunst Einzug in die Theater halten, Kulturpolitiker werden geladen und Bestandteil interaktiver Spiele, sie werden begeistert sein.

Die Performative Kunst kann ich nur begrüßen, weil sie kreativ, zeitnah und spielerisch sein kann. Sie ist eine von vielen Spielfeldern für Szenenbildner, Architekten, Videokünstler und Lichtdesigner.

Dennoch stellt sich für mich die Frage, an wen können wir unsere Sponsorenrolle wieder abgeben?

Auf Youtube ist das Symposium Transformation of Prague Quadrennial since 1999 in 9 Filmen zu sehen.

12. Textile Art Berlin: „Paths of Life – Lebenswege, Reisewege, Übergänge”

In diesem Jahr findet die 12. zeitgenössische und internationale Textilkunst-Messe Textile Art Berlin vom 9. bis 10. Juni 2016 in Berlin Kreuzberg statt.
Zu dem diesjährigen Ausstellungsthema „Paths of Life – Lebenswege, Reisewege, Übergänge” laden Künstlerinnen und Künstler zu Gesprächen, Workshops und Vorträgen ein, um die interessierten Besucher/-innen an ihren künstlerischen Entwicklungen mit ihren Umwegen, Erkenntnisse und Erfolge teilhaben zu lassen.

Auf TEXTILE ART BERLIN treffen sie Künstlerinnen und Künstler aus den Ländern: Argentinien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Elfenbeinküste, England, Ghana, Indien, Irland, Japan, Kirgisistan, Korea, Litauen, Nepal, Niederlande, Nordamerika, Österreich, Schweiz, Tschechien, Türkei und Ungarn.

Für 120 Verkaufsständen, 25 Einzel– und Gruppenausstellungen, 15 Workshops und Mitmach-Aktionen und der Modenschau am Samstagabend lohnt es sich auf alle Fälle eine Dauerkarte für dieses Wochenende zu kaufen.

Besucher, die selber mit Textilien arbeiten, finden hochwertige Materialien und Textil-Bücher für die verschiedensten Techniken wie Batik, Fiber-Art, Filzen, Häkeln, Ikat, Klöppeln, Kumihimo, Papierarbeiten, Patchwork und Quilt, Perlenarbeiten, Seidenmalerei, Spinnen, Sticken, Stricken, Stoffdruck, Upcycling, Wassergrafik und Weben.

Veranstalter, Auskünfte, Kartenvorverkauf und Programmbestellung:
Galerie in der Victoriastadt, Nathalie Wolters Türrschmidtstraße 12, 10317 Berlin, Telefon 030 / 305 32 38 Email: info@textile-art-berlin.de. In Zusammenarbeit mit dem Fachverband Textil e.V., Landesgruppe Berlin Anmeldung zu den Workshops direkt bei den KursleiterInnen. Bestellung des Programmheftes bei der Galerie in der Victoriastadt. Bitte senden Sie einen frankierten Rückumschlag (11 cm x 22 cm, 85 Cent).

Auch gibt es das neue Textile Art Magazin online unter (siehe hier)

Veranstaltungsort:
Carl-von-Ossietzky-Schule (barrierefrei) Blücherstraße 46,47, 10961 Berlin-Kreuzberg U-Bahn U 7, Südstern, 3 Minuten Fußweg
Öffnungszeiten/Eintritt:
Messe, Ausstellungen, Workshops, Vorträge etc.: Samstag 9. Juli 2016: 10 – 18 Uhr, Sonntag 10. Juli 2016: 10 – 17 Uhr. Tageskarte 10 Euro, Dauerkarte 16 Euro, Hartz IV-Empfänger, Studenten und Schüler über 16 Jahre jeweils die Hälfte, begleitende Kinder unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Gruppenkarten ab 8 Personen, 10% Rabatt, ausschließlich im Vorverkauf bei der Galerie in der Victoriastadt, Adresse s.u.
Modenschau: Samstag 9. Juli 2016: 19 – 21 Uhr, 10 Euro

Mehr Informationen über die Textile Art Berlin (siehe hier)

Veröffentlicht unter Messen

Neue Gruppe eröffnet: Über den Tisch gezogen!

wir suchen, wir brauchen, wir hätten gerne…professionelle Arbeit für low-budget and no-budget

In dieser Gruppe können Sie Ihre Erfahrungen als freischaffende Bühnen- und Kostümbildner/-innen und Kostümschaffende (Gewandmeister, Schneider) für das Theater, für Theaterfestivals, den Film und für die freie Theater- und Tanzszene veröffentlichen. Beiträge in dieser Gruppe können unsere Kollegen/-innen dafür sensibilisieren ”nicht über den Tisch gezogen zu werden”.

Beiträge über faire Arbeitsbedingungen sind natürlich auch willkommen!

Es sind bereits zwei Beiträge zu diesem Thema in dieser Gruppe veröffentlicht.

Hier geht es zur privaten Gruppe ”Über den Tisch gezogen”