Das Kostümforum ist gut besucht …

Hervorgehoben

Inzwischen ist das Kostümforum seit 2010 mehr als 512.000 Mal aufgerufen worden.

Dieser von Andrea Riedel gegründete und geleitete Blog bringt Informationen für Kostümbildner/-innen und andere Bühnenschaffende.

Darüber hinaus bietet das Kostümforum im Bereich Bühne und Film tätigen Menschen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

Um sich an diesem Netzwerk zu beteiligen, ist es notwendig, ein Benutzerkonto zu erstellen und Mitglied zu werden, wobei die Mitgliedschaft kostenlos ist.

Bei der Eingabe des Benutzernamens bitte keinen Bindestrich und keinen Punkt verwenden.

Bochum: SAVE THE DATE 3. – 6. MAI 2018

Unter dem TRIPTYCHON ZUR GEGENWART DER DARSTELLENDEN KÜNSTE

wird auf der viertägigen 3. Bundesweiten Ensemble-Versammlung für alle Akteure/-innen der Bühnen Deutschlands und der Film-und Fernsehlandschaft eine Parade der Darstellenden Künste statt finden.

Die Parade startet am Sonntag den 6. Mai ab 13:00 Uhr auf dem Vorplatz des Schauspielhauses in Bochum.

Aufruf vom Ensemble-Netzwerk

Die Darstellenden Künste sind eine wichtige und tragende Säule unserer offenen demokratischen Gesellschaft. Doch wechselnde Beschäftigungsverhältnisse, die Einkommenssituation, Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit, die soziale Unsicherheit und die oftmals geringe Wertschätzung der Arbeit zerren an den Existenzen und am Selbstwertgefühl der Beschäftigten. Dabei lieben sie ihre Arbeit über alles.

Hinzu kommt die wachsende Bedrohung von rechts, die sich als Kulturbewegung versteht, um mit nationalkonservativen Werten unsere multikulturelle Vielseitigkeit und die Freiheit der Kunst in Frage zu stellen.

Wie wichtig frei denkende und finanziell stabile Akteur*innen und Institutionen der Darstellenden Künste für unsere freie, demokratische Gesellschaft sind, sehen wir am deutlichsten dort, wo sie bedroht sind. Was in unseren Nachbarländern in Europa bereits schmerzhafte Realität ist, wird längst auch in deutschen Parlamenten gefordert: „Nationalkultur“ in personell und inhaltlich „entsifften“ Institutionen. Oder auch die Infragestellung der öffentlichen Rundfunkgebühr.

Wenn wir uns dagegen wehren und somit unseren Beitrag zur Stabilisierung der Demokratie leisten, können wir allerdings nicht nach außen gesellschaftskritisch auftreten, während wir im Inneren der Betriebe Unterbezahlung, Sexismus, (Selbst-) Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Intransparenz und autoritäre Machtstrukturen dulden.

Das ensemble-netzwerk arbeitet seit drei Jahren u.a. erfolgreich an besseren Arbeitsbedingungen für fest- und freischaffende Theatermacher*innen. Nun bringt es zum ersten Mal ALLE Akteur*innen der Darstellenden Künste – auch der verpartnerten Rundfunk- und Filmlandschaft – zusammen:

Denn wir müssen zusammenhalten und sichtbar werden

Egal welches Medium, welche Rechtsform, welcher Beruf: Was wir an Veränderungen brauchen, um unseren Beitrag hochwertig, nachhaltig und widerstandsfähig zu leisten, müssen wir deutlich formulieren und sichtbar machen. Und zwar mit all unserer Herrlichkeit, unseren Besonderheiten, unserem Charme und unserer Dringlichkeit.

Es geht um die Bedeutung und die Bedingungen der Existenz der Darstellenden Künste.

Bringt Eure Kinder, Familien und Freund*innen mit!

Bestätigte Redner*innen sind aktuell:  Jürgen Vogel (Schauspieler), Janina Benduski (Vorsitzende Bundesverband freie Theater), Marc Schötteldreier (Bundesverband Casting), Ulrich Khuon (Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Intendant DT Berlin), Lisa Basten (Wissenschaftlerin und Autorin), Laura Naumann (Autorin), Markus Schäfer(Theaterkollektiv Markus & Markus), Johannes Maria Schatz (artbutfair), Sprech-Chor Theater Dortmund, Murali Perumal (Schauspieler), Harald Wolff (Vorsitzender der Dramaturgischen Gesellschaft), Stefan Nowak (ehem. Kameramann)

 Anmeldung unter:

Bitte helft uns bei der Organisation, indem ihr folgende Angaben in eure Anmeldung schreibt.

Bei Einzelpersonen oder kleineren Gruppen:

Name und Tätigkeitsbereich

Bei Institutionen:

Wie viele Mitarbeiter*innen nehmen Teil und wie werden sie ausgestattet. (Transparente, Megaphone, Wagen usw.)

Weitere Informationen demnächst unter www.parade-der-darstellenden-kuenste.de

Zum Programm des TRIPTYCHON ZUR GEGENWART DER DARSTELLENDEN KÜNSTE.

Vom 3. – 4. Mai: Konferenz der Theaterstudierenden im Prinzregententheater Bochum (siehe hier)

Am 4. Mai wird Gregor Sturm vom Bund der Szenografen über die “Krise der Bühnen-und Kostümbildner/-innen – Krise der Freiberufler/-innen“ sprechen.

Vom 4. – 5. Mai: 3. Bundesweite Ensemble-Versammlung mit dem Thema „Was brauchen wir um künstlerisch zu arbeiten und glücklicher zu leben?” (siehe hier)

Am 6. Mai: Parade der Darstellenden Künste ab 13:00 Uhr auf dem Vorplatz des Schauspielhauses in Bochum. (siehe hier)

Berlin: -MODE Thema MODE- Vortragsreihe des Kunstgewerbemuseums

In diesem Frühjahr nimmt die Lipperheidesche Kostümbibliothek in Kooperation mit dem netzwerk mode textil e.V. die Vortragsreihe -MODE Thema MODE- zur Erschließung der Kulturgeschichte von Kleidung und Mode wieder auf.

Der erste Vortrag BENEFICIAL DESIGN widmet sich dem ganzheitlichen Innovationskonzept in der Mode. Vortrag von Friederike von Wedel-Parlow, Berlin

Zeit: Mittwoch 14.03.2018 um 18:00 Uhr

Der zweite Vortrag HOJOHOI gibt Einblicke in die Herstellung von Opernkostümen bei den Bayreuther Festspielen. Vortrag von Dorothea Nicolai, Bayreuth

Zeit: Mittwoch 18.04.2018 um 18:00 Uhr

Der dritte Vortrag KIMONOMANIA befasst sich mit der Exotik und dem Alltag. Vortrag von Ann-Dorothee Schlüter und Christine Waisenschlager, Berlin.

Zeit: Donnerstag 23.05.2018 um 18:00 Uhr

Ort: Vortragssaal im Kulturforum Staatlicher Museen zu Berlin, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin. Informationen zu erfragen unter Tel.: 030/266 423040

Eintritt frei

Bund der Szenografen: Interviews

Der Bund der Szenografen Berlin initiiert seit August 2017 den Dialog zum Thema Szenografie.

Die Intension, Mitglieder zu ihren Arbeitsweisen und Denkansätzen zu befragen und zu veröffentlichen, entstand aus dem Wunsch einen inhaltlichen, den Horizont erweiternden Austausch zu führen.

Da ich ein Mitglied des Bundes der Szenografen bin, habe ich mich den Fragen gestellt und exemplarisch Fotomaterial dafür ausgesucht. Diese Form des Dialogs, stärkt mein Selbst-Verständnis als Szenografin und beim Lesen der Interviews meiner Kollegen/-innen, kann ich nur immer wieder feststellen, dass unser künstlerisches Können und unsere Kompetenz großartig und breit gefächert ist. Dieses Potenzial wird von den Bühnen Deutschlands erwartet und abgerufen und zu einem großen Prozentsatz miserabel bezahlt.

Inzwischen kann man die Interviews auf der Internetpräsenz des Bundes der Szenografen einsehen und lesen. (siehe hier)

Meine Beteiligung an der Interview-Reihe des Bundes der Szenografen als PDF.

Download (PDF, 598KB)

Moskau: Ausschreibung ”DAS INNOVATIVE KOSTÜM“

“INNOVATIVE COSTUME of the 21st CENTURY: THE NEXT GENERATION”

“Das INNOVATIVE KOSTÜM DES 21. JAHRHUNDERTS: DIE NÄCHSTE GENERATION“

Liebe junge Designer*innen

Im Geist der Ausstellung “Costume at the Turn of the Century: 1990-2015” laden wir Euch herzlich ein, an der Ausstellung vom staatlichen A.-A.-Bakhrushin-Theatermuseum mit dem Titel “INNOVATIVE COSTUME of the 21st CENTURY: THE NEXT GENERATION” teilzunehmen. Die Eröffnung dieser Ausstellung findet von Juli bis August 2019 im Museum für Geschichte, in der Nähe des Roten Platz in Moskau, statt.

Alle Designer*innen, die im 21. Jahrhundert ihre Karriere begonnen haben, dürfen mitmachen.

Wir suchen Kostümentwürfe von Designer*innen, die zwischen 2000-2018 innovative Arbeiten geschaffen haben. Entwürfe von Student*innen, Berufseinsteiger*innen, freiberuflichen Kostüm- oder Modedesigner*innen, Gewandmeister*innen sowie Schneider*innen werden akzeptiert. Die Designer*innen werden ersucht, ihre bahnbrechendsten Arbeiten einzureichen, die sich mit neuen Ideen und/oder der erfinderischer Verwendung von Materialien und/oder der innovativen Technologien befassen. Wir suchen Kostüm-Figurinen, Collagen, Fotografien, computergenerierte Entwürfe, Videos und dreidimensionale Kostüme für Musiktheater, Tanz, Schauspiel, Kino und Performance-Kunst. Innovatives Modedesign, konzeptionelle Arbeiten, tragbare Kunst, Kostüme als Installation und nicht realisierte Projekte sind ebenfalls zugelassen und erwünscht.

Vorzugsweise das Fotomaterial mit 300 dpi einreichen in der Größe von 24 cm x 36 cm.

Einsendeschluss ist der 1. Februar 2018 um 23:59 Uhr Mitternacht.

Als Kuratoren von “Innovative Costume of the 21st Century: The Next Generation” erwarten wir revolutionäre, kreative, originelle, individuelle, ungewöhnliche, einzigartige, inspirierende, mutige, innovative, experimentelle Designs aus über 50 Nationen der Welt. Wir sind gespannt auf die Utopien der visionären Designer unserer Zeit über die Welt, das Leben und Zukunft.

Unser Ziel ist es einerseits, das künstlerische Vokabular, das die nächste Generation von Theater- und Modedesignern entwickelt, zu kuratieren und zu dokumentieren und andererseits eine Plattform zu schaffen, auf der der Dialog über aktuelle Themen erforscht werden kann. Nach wie vor wird neben der außergewöhnlichen Ausstellung in Moskau auch ein umfangreicher Katalog und ein Web-Archiv entstehen.

Für weitere Fragen zu den Einreichungen wendet Euch bitte an Eure nationalen Kuratoren. Alle technischen Fragen richten Sie bitte an Julianne D’ Errico (jd.innovativeco@gmail.com).

Für weitere Fragen, die von Ihrem Kurator nicht beantwortet werden können, wenden Sie sich bitte an die Chef-Kuratorin Susan Tsue oder an den Künstlerischen Leiter Igor Roussanoff unter innovativecostume2019@gmail.com.

Hier ein Link auf die letzte Ausstellung, die ein ähnliches Ziel hatte, um einen Eindruck des Ergebnisses bekommt?

In Deutschland wird die Suche nach den Designer*innen mit der Hilfe des Bundes der Szenografen e. V. durchgeführt.

Eure nationalen Kuratoren sind:

Uta Gruber-Ballehr: uta@ballehr.eu

Sebastian Hannak: mail@sebastianhannak.com

Lukas Noll: lukas.noll@t-online.de

Gregor Sturm: mail@gregorsturm.de

Wir freuen uns auf Eure Einreichungen

China: International Stage Art Network • Ausstellungsausschreibung für Kostümbild und Maske

Eingegangen am 28. November 2017

iSTAN steht für International Stage Art Network in Beijing / China.

Der Aufruf zu einer Ausstellungsbeteiligung geht sowohl an Studierende als auch an professionelle Kostümbildner/-innen und Maskenbildner/-innen.

Ausschreibungsende für die erste Evaluierung ist der 28. Februar 2018.

Genaue Wettbewerb- und Ausstellungsbeschreibung können Sie in der PDF lesen.

Download (PDF, 408KB)

Berlin: Vortrag mit der Kostümbildnerin Lisy Christl

Eingegangen am 29. November 2017

Im Rahmen des Seminars Modetheorie/Modesoziologie von Prof. Dr. Antonella Giannone findet an der Weißensee Kunsthochschule Berlin ein öffentlicher Vortrag mit der Kostümbildnerin Lisy Christl statt. Lisy Christl ist eine der bedeutendsten deutschen Kostümbildnerin für den Film und wurde 2009 und 2012 beim Deutschen Filmpreis für das beste Kostümbild ausgezeichnet.

Siehe Kalendereintragung der Weißensee Kunsthochschule Berlin.

Zeit: Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 17:00 Uhr

Ort: KHB-Hörsaal, Weißensee Kunsthochschule Berlin, Bühringstraße 20 in 13086 Berlin

Alina Gause: „Der rote Faden – das bin ich.“

Finden Sie Ihren persönlichen Modus Vivendi mit dem kreativen Beruf

Alina Gause –  Diplompsychologin, Autorin, Sängerin, Schauspielerin

Ich wurde in Berlin geboren und absolvierte dort meine Ausbildung in Tanz, Gesang und Schauspiel. Es folgten Engagements – u.a. mit eigenen Texten und Kompositionen – z.B. am Maxim Gorki Theater, Theater des Westens, Hebbeltheater, in Stuttgart und Freiburg sowie beim Film und Fernsehen. Neben meiner Tätigkeit als Künstlerin absolvierte ich ein Psychologiestudium und spezialisierte mich auf die Lebens- und Arbeitsumstände von Kreativen, weil mich diese Fragen nicht losließen:

Warum schaffen es manche Künstler, ihr Talent zu etablieren und andere nicht?Warum verzweifeln so viele an der Berufsrealität? Wie kann man Kreativen helfen, ihr eigener Stratege und Unterstützer zu werden?

Ich entwickelte ein auf Kreative zugeschnittenes Beratungskonzept, das ich seit 2009 für Künstler aller Sparten in meiner Berliner Beratungspraxis sowohl als Einzelberatung als auch für Gruppen anbiete. Ich wurde Redaktionsmitglied des Schauspielermagazins ca:stmag, veröffentlichte 2011 mein erstes Buch („Warum Künstler die glücklicheren Menschen sein könnten“) und 2016 mein zweites  („Kompass für Künstler – ein persönlicher Wegbegleiter für Kreative“ , Springer Verlag). 2014 erhielt ich einen Lehrauftrag an der Universität der Künste in Berlin („Psychologisches Kompetenztraining für Künstler“) und wurde Referentin im Institut für Coaching und Achtsamkeit (ICA) in Berlin.

Innerhalb der verschiedenen Tätigkeiten verfolge ich dasselbe Ziel: Kreative Persönlichkeiten darin zu unterstützen, ihren persönlichen Modus Vivendi zu entwickeln.

Die unterschiedlichen Genres haben unterschiedliche Anforderungen zu bewältigen. Auf dem Jour Fixe des Bundes der Szenografen z.B. gab ich ein Seminar zum Thema „Wie können Szenografen Ihre Arbeit erfolgreicher vertreten?“. Dort wurde deutlich, dass die Bedeutung szenografischer Arbeit für eine Inszenierung häufig nachrangig bewertet wird, was sich auch in den Budgets widerspiegelt, dass die Mehrheit lieber in der Werkstatt arbeitet, als öffentlich für sich zu sprechen oder Akquise zu betreiben und das Spannungsfeld zwischen Beruf und Berufung, das die meisten Kreativen kennen, auch hier ein großes Thema ist, wie mir eine Szenografin berichtete: „Man nimmt, was man kriegen kann und der Traum von der Oper wird hinten angestellt.“

Meine Beratung basiert auf psychologischer Qualifikation und Kenntnis der Berufsrealität. Diese Voraussetzungen ermöglichen Kreativen einen Austausch auf Augenhöhe über ihren bisherigen Lebensweg und die Einschätzung und Entwicklung zukünftiger Ziele und notwendiger Mittel.

So gehen wir vor

Zunächst telefonieren wir unverbindlich und kostenfrei miteinander, um Ihr Anliegen zu besprechen. Daraus entwickeln wir eine auf Sie persönlich zugeschnittene Vorgehensweise. Hier reicht die Bandbreite von einem einzelnen Beratungsgespräch über einen mittelfristigen Zielprozess bis hin zu einer langfristigen Unterstützung. Häufige Themenbereiche sind:

  • Selbstorganisation und Projektrealisierung
  • Persönliche Standortbestimmung und Neuausrichtung
  • Selbstzweifel, Ängste und Blockaden
  • Akquise-Strategien und Gagenverhandlungen

Sollten wir uns zu einer Zusammenarbeit entscheiden, nehme ich Sie unbefristet in meine Kartei auf. Das ist kostenfrei und bietet Ihnen die Möglichkeit

  • mich bei kurzen Fragen zu kontaktieren
  • mein Netzwerk zu nutzen
  • von mir über für Sie interessante Angebote oder Kontakte informiert zu werden

Rufen Sie mich jederzeit gerne unverbindlich an oder schreiben Sie mir, um mehr zu erfahren!

030 – 707 64 684 oder info@artists-way.de

iSFF Berlin: Fortbildung für Kostümbildner/-innen

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Kostümbild für Filmproduktionen

Das Institut für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe iSFF bietet in einem schöpferischen Lehrgang eine gezielte Fortbildung für die Tätigkeit als Kostümbildner/-in und die Tätigkeit als Kostümassistent/-in für Kino, TV – Film, Werbeproduktionen und den neuen Internet-Formaten an.

Die umfangreichen Inhalte werden von Filmkostümbildner/-innen und Experten/-innen der Filmbranche vermittelt.

Der Fokus liegt auf dramaturgische Analyse aktueller Drehbücher, zu denen eigene Kostümentwürfe und Kostümauszüge erstellt werden.

Im mehrtägigen Patinierunterricht können die Teilnehmer unter professioneller Anleitung ihre Erfahrungen mit SFX-Kostümen und verschiedenen Kostümbearbeitungen machen.

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Im gemeinsamen Unterricht mit dem Lehrgang Szenenbild werden die verschiedenen Berufsbilder bei Film- und Fernsehproduktionen im nationalen und internationalen Raum vorgestellt. Auch in diesem Lehrgang werden neben ästhetischen Grundlagenkenntnissen strukturelle und organisatorische Themen wie Projektrealisierung, Kalkulation, Erstellen von Auszügen, Arbeitsplanung, der Umgang mit Arbeits- und Urheberrecht vermittelt. Strukturen, Arbeitsabläufe und Prozesse werden analysiert.

Kostümrecherche – Adele Spitzeder

Kostümrecherche – Adele Spitzeder

Dieser Lehrgang kann von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Fortbildungszeitraum: 30.10.2017 – 18.01.2018 | Mo – Fr 10.00-17.45 Uhr
Ort: Studio 2, Oudenarder Str. 16, 13347 Berlin

Weitere Informationen zum Lehrgang Kostümbild und für die Bewerbung (siehe hier)

iSFF Berlin: Fortbildung für Szenenbildner/-innen

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Szenenbild für Filmproduktionen

Das Institut für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe iSFF bietet den Lehrgang für das schöpferische Arbeitsfeld des Szenenbildner/-in und des Szenenbildassistenten/-in für Kino, TV-Film- und Werbeproduktionen an

Die umfangreichen Inhalte werden von Szenenbildner//-innen und Experten/-innen der Filmbranche vermittelt.

Der Fokus liegt auf die dramaturgische Analyse aktueller Drehbücher zu denen eigene Szenenbilder Sets entwickelt werden. Dabei werden Themen der Drehortgestaltung, wie On Location, Studiobau und CGI (digitale Seterweiterung) erörtert. Begriffe wie ”Filmische Realität ” und ”Raum im Film” werden anhand von Beispielen untersucht und die Gestaltungsmöglichkeiten des filmischen Lichts im Raum vermittelt.

Die Teilnehmer suchen Drehorte und besuchen die in Berlin ansässigen Fundi, um ihre Sets auszustatten. Verschiedene Techniken, von der Zeichnung bis zum computergenerierten Entwurf, werden vorgestellt und angewendet.

Im gemeinsamen Unterricht mit dem Lehrgang Kostümbild werden die verschiedenen Berufsbilder bei Film- und Fernsehproduktionen im nationalen und internationalen Raum vorgestellt. Neben ästhetischen Grundlagenkenntnissen werden strukturelle und organisatorische Themen wie Projektrealisierung, Kalkulation, Erstellen von Auszügen, Arbeitsplanung, der Umgang mit Arbeits- und Urheberrecht vermittelt.
Strukturen, Arbeitsabläufe und Prozesse werden analysiert.

Präsentation der Entwürfe des Szenenbildes

Präsentation der Entwürfe des Szenenbildes

Dieser Lehrgang kann von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Fortbildungszeitraum: 30.10.2017 – 18.01.2018 | Mo – Fr 10.00-17.45 Uhr
Ort: Studio 1,Seestraße 64, 13347 Berlin

Weitere Informationen zum Lehrgang Szenenbild und für die Bewerbung (siehe hier)

Walter Schütze: Wie werden Bühnen- und Kostümbildner von der Presse wahrgenommen?

In diesem Artikel reflektiert Walter Schütze, Bühnen- und Kostümbildner und Mitglied des Bundes der Szenografen, warum in den Rezensionen des Feuilleton der Presse und den Medien die künstlerische Arbeit von Bühnen- und Kostümbildner/-innen kaum Erwähnung findet.

Liegt es an der Unterbesetzung von interessierten Kulturjournalisten in den Kulturressorts? Oder bleiben wir Bühnen- und Kostümbildner lieber im Hintergrund, obwohl wir einen maßgeblichen Einfluß auf die Bildsprache der Bühnenproduktionen haben?

Walter Schütze spricht aus seiner Erfahrung und macht Mut, sich klarer zu positionieren.

Vielen Dank für diesen Beitrag.
 

In den letzten Jahren habe ich hauptsächlich für die Oper gearbeitet, hier den Part des Bühnen- und/oder Kostümbildners bei Produktionen verschiedener Regisseure übernommen. Und da klafft, wie vielen von Euch vermutlich bekannt ist, die Wahrnehmung der Presse und die des Publikums noch weiter auseinander als etwa beim Sprechtheater oder beim Musical. Besucher von im Vorfeld von Premieren stattfindenden Opern-Soirèes wollen viel häufiger wissen, wie die Kostüme aussehen werden, als was der Regisseur sich denkt. Hingegen werden die KostümbildnerInnen in der Presse dann meist gar nicht, die BühnenbildnerInnen wenn überhaupt zunehmend nur noch in Klammern genannt.
 
Ich glaube allerdings nicht, dass man das der Presse alleine vorwerfen kann. Allenfalls kann man bei einigen Zeitungen, insbesondere lokalen, kritisieren, dass sie ihre Kulturressorts wohl aus Kostengründen nur noch stiefmütterlich behandeln, somit nicht jeder Theater- und Opernkritiker auch Ahnung von Theater- und/oder Oper hat. In den großen Fachzeitschriften finden Bühne und Kostüm ja auffallend mehr Beachtung als in der Tagespresse. Die Kritiken der örtlichen Käseblättchen sind aber meist schneller im Netz, werden damit am meisten gelesen, bleiben damit bei Google an erster Stelle, während man die fundierten Kritiken wenn überhaupt auf den hinteren Suchplätzen findet. Die nächtlich schnell hingerotzte Rezension setzt sich somit durch. Davon kann ich ein Lied singen. Jedes dritte Mal ist mein Name falsch geschrieben. Und da wird ja durchaus auch voneinander abgeschrieben. Mitunter setzt sich die falsche Schreibweise bis auf das Plakat der folgenden Produktion durch. Aber wem erzähle ich das? Sowas kennt Ihr vermutlich alle.
 
Und gerade deswegen kommt es eben auch darauf an, wie sich ein Team als Ganzes verkauft. Ich kenne da beide Varianten. Es gibt den Regisseur (und hier schreibe ich ganz bewusst kein „Innen“ dahinter), der die Pressetermine wissend und willentlich ohne die Kolleginnen und Kollegen des Bühnen- und Kostümbildes vereinbart und absolviert. Das ist im Allgemeinen der Regisseur, dem man nur flüsternd und nur an der Raucherecke im Hinterhof sagen kann, was einem während der Proben aufgefallen ist. Kommt Euch bekannt vor? Und es gibt Regisseurinnen und Regisseure, die die Interviews im Vorfeld einer Premiere mit den Kollegen des Teams zusammen begehen. Das sind jene, mit denen man auch während der Proben als Team auftritt und durchaus im Rahmen der Produktion öffentlich eigene Meinung einfließen lassen kann. Ein Bühnen- oder Kostümbildner, der im Vorfeld einer Produktion interviewt wurde, findet auch umfassende Erwähnung in der darauffolgenden Kritik, ob die nun gut oder schlecht ist.
 
Aber, und das wiederum sage ich aus meiner (bisher nur einmaligen) Erfahrung als Regisseur: Man muss das schon auch wollen. Presse und Publikum gehen mit Regisseurinnen und Regisseuren ganz anders ins Gericht als mit jeder Bühnenbildnerin und jedem Kostümbildner. PR via Kritik ohne das Risiko von Anfeindungen unter der Gürtellinie gibt es nun mal leider auch nicht. Und ich glaube, es hat sich noch keiner von uns beschwert, wenn wir in schlechten Kritiken nicht erwähnt werden. Womit ich beim nächsten Punkt wäre. Es ist ja wirklich nicht so, dass sich alle Bühnen- und Kostümbildner um Öffentlichkeitsarbeit bemühen würden. Im Gegenteil gibt es durchaus sehr viele, die sich auch ein Stück weit hinter dem Regisseur verstecken oder, um es positiver zu formulieren, in Bescheidenheit in den Hintergrund treten. Da gibt es sogar sehr berühmte Beispiele. Und das ist ja auch ok so, denn das mag jeder handhaben, wie er es für richtig hält. Es gab durchaus Zeiten, die noch nicht so lange her sind, zu denen überhaupt so gut wie nie Bühnen- und/oder KostümbildnerInnen in den Rezensionen der Presse genannt wurden. Im europäischen Ausland ist das weitverbreitet heute noch so.
 
Und es ist, entschuldigt, wenn ich da Einigen von Euch widerspreche, natürlich auch nicht immer so, dass das Kostüm- und Bühnenbild gleich aufwendig wären. Manchmal ist das so. Manchmal aber auch nicht. Oft ist das Bühnenbild, genauso oft aber auch das Kostümbild aufwendiger. Wenn ich eine Oper mit 120 Darstellern in einer grauen Kiste spielen lasse, dann kann das Kostümbild sogar wesentlich aufwendiger sein. Ich stimme aber natürlich zu, dass vor allem Kostümbildnerinnen (und diesmal ist das innen bewusst klein geschrieben, denn es betrifft hauptsächlich Kolleginnen) unverhältnismäßig schlecht bezahlt werden. Mich hat vor einigen Jahren eine sehr bekannte Berliner Intendantin (in Weiß) mal gefragt, warum das so sei. Ihr könnt Euch vorstellen, dass mir da die Spucke weggeblieben ist. Also wenn sie’s nicht weiß…
 
Schlimm genug, dass wir Bühnen- und KostümbildnerInnen mit dem Verweis auf klamme Kassen der Kommunen zunehmend immer schlechter bezahlt werden. Und die beim Bund der Szenografen engagierten Kollegen leisten in dieser Hinsicht wirklich schon Großes. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür. Was das Missverhältnis der Bezahlung der verschiedenen Mitglieder eines Regieteams betrifft, gilt es aber vor allem erstmal, dass wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wie oft habe ich mich schon über Kollegen geärgert, die ohne Not für Nichts oder so gut wie Nichts arbeiten. Ein Stück weit bestimmen auch wir selbst unseren Marktpreis. Und glaubt mir, ich argumentiere nicht aus einer Luxussituation heraus. Im Gegenteil. Trotzdem weiß ich, dass es manchmal einfach sinnvoller ist, nein zu sagen.
 
Und wir müssen das natürlich auch ein Stück weit mit unseren Regisseuren und den Theatern klären. Wer von Euch kennt denn das jeweilige Regiehonorar bei Euren Produktionen? Also ich meistens nicht. Die Presse und die Honorarabstufungen geben auch wieder, wie ein Team sich nach außen darstellt. Was spricht dagegen, mit dem Regisseur gemeinsam in die Verhandlung zu gehen? Ich weiß, das ist selten, gibt’s aber und führt meiner Erfahrung nach auch insgesamt zu einer besseren Produktionsatmosphäre. Warum nicht auch diesbezüglich für mehr Transparenz kämpfen? Wenn ich weiß, dass der Regisseur, mit dem ich arbeite, das gleiche Honorar wie ich bekommt, dann gehe ich doch auch selbst ganz anders heran, als wenn ich die ganze Zeit im Hinterkopf habe: Der stößt sich hier gerade reich, während ich den schlecht bezahlten Dienstleister gebe. Ich weiß natürlich, dafür braucht es auch die aufgeschlossenen Regisseurinnen und Regisseure, vielleicht aber auch einfach neue vertragliche Regelungen. Das Ganze erinnert ein bisschen an die Diskussion von vor ein paar Jahren, ob die Bühnen- und KostümbildnerInnen nun auch Kunst machen oder nicht, sprich, wie die Regisseure mit einer Umsatzsteuer von sieben statt neunzehn Prozent veranschlagt werden. Eine heute wie damals absurde Diskussion.
 
Abschließend sei aber nochmals die Hauptproblematik angesprochen: Theater, insbesondere die staatlichen und städtischen, haben kein Recht der Welt unter dem Deckmantel der Kultur Kulturschaffende auszubeuten. Es liegt ein Stück weit an uns selbst, uns nicht ausbeuten oder hinsichtlich unserer Urheberrechte über den Tisch ziehen zu lassen.
Ich sage immer, das ist kein Hobby, sondern mein Beruf.